Tumor in der Augenhöhle: Lejlas (10) zweiter Kampf gegen den Krebs wird noch Monate dauern

dzSpendenaufruf

Die zehnjährige Lejla ist zum zweiten Mal an Krebs erkrankt, ihr linkes Auge hat sie schon als Baby verloren. Sechs Chemotherapie-Blöcke liegen noch vor ihr. So geht es Lejla momentan.

Kirchlinde

, 20.02.2020, 14:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vielen Menschen geht das Schicksal der kleinen Lejla nah. Das beweist eine hohe Spendensumme, die in den vergangenen Monaten für das schwerkranke Mädchen zusammengekommen ist.

Initiator der Hilfsaktion ist der Kirchlinder Pfarrer und ehemalige Superintendent Hartmut Anders-Hoepgen, der die Familie aus Bosnien schon lange kennt und begleitet.

Bösartiger Tumor: Lejla verlor als Baby ihr linkes Auge

Es ist bereits sein zweiter Spendenaufruf für eine teure medizinische Behandlung. Denn schon als Baby wurde bei Lejla ein bösartiger Tumor festgestellt. Damals mussten die Ärzte ihr linkes Auge entfernen.

Pfarrer Anders-Hoepgen (l.) und Alen Bečirovič (r.), ein Freund der Familie, unterstützen Lejla und ihre Eltern.

Pfarrer Anders-Hoepgen (l.) und Alen Bečirovič (r.), ein Freund der Familie, unterstützen Lejla und ihre Eltern. Kurz vor der Behandlung war die Familie in Kirchlinde, damals hatte Lejla noch ihr wunderschönes Haar. © Beate Dönnewald

Im vergangenen Jahr schlug das Schicksal erneut zu. Die Ärzte mussten Lejla und ihre Eltern Arnela (37) und Senad Adžić (38) mit einer zweiten Albtraum-Diagose konfrontieren: Knochenkrebs in der linken Augenhöhle des leidgeprüften Mädchens. Bei dem festgestellten Sarkom handelt es sich um eine aggressive Krebsform.

Krebskranke Lejla wird in der Uniklinik Essen behandelt

Seit Oktober 2019 wird Lejla nun erneut in der Universitätsklinik Essen behandelt. Der Krankenhausaufenthalt inklusive Operation und Chemotherapien ist teuer. „Wir brauchen 40.000 bis 50.000 Euro“, berichtete Hartmut Anders-Hopegen damals. Geld, das die Eltern nicht haben. Und Grund genug für einen zweiten Spendenaufruf gemeinsam mit dieser Redaktion.

Anfang dieser Woche meldete sich ein glücklicher Hartmut Anders-Hoepgen. „Es sind bislang rund 16.500 Euro für Lejla gespendet worden“, berichtete er. Er könne es selbst kaum fassen. Viele hätten zwischen 20 und 50 Euro überwiesen, einzelne sogar 500 oder 1000 Euro.

Der Tumor in der Augenhöhle wurde entfernt

Mittlerweile, erzählte der Kirchlinder Pfarrer, sei Lejla operiert worden. „Der Tumor wurde entfernt, hoffentlich vollständig. Die Eltern und Lejla warten noch auf die MRT-Ergebnisse.“ Fast sechs Stunden dauerte die Operation.

Mittlerweile wurde Lejla operiert und der Tumor entfernt. Ob die OP erfolgreich war, soll ein MRT zeigen.

Mittlerweile wurde Lejla der Tumor operiert. Ob die OP erfolgreich war, soll ein MRT zeigen. Auf das Ergebnis warten Lejla und ihre Eltern noch. © privat

Eine Gewebeprobe wird gerade untersucht. „Um festzustellen, ob die Chemotherapie verstärkt werden muss oder abgeschwächt werden kann“, so Anders-Hoepgen.

Im Vorfeld der OP musste Lejla bereits drei Chemoblöcke über sich ergehen lassen. „Sie ist so tapfer. Die Chemos sind wirklich hart für sie. Die Therapien nehmen sie sehr mit“, schildert der Pfarrer.

Lejla hat keine Haare mehr, ihren dicken Zopf hat sie gespendet

Die Haare sind vollständig ausgegangen, ihren dicken Zopf hatte Lejla vor der ersten Chemotherapie gespendet. Weitere sechs Chemoblöcke sind geplant, zwischen jedem Block ist eine dreiwöchige Behandlungspause vorgesehen. Einige schwere Monate liegen also noch vor der kleinen Krebspatientin.

In den Chemopausen wohnt Lejla mit ihrer Mutter im Elternhaus der Uniklinik. Auch Weihnachten 2019 mussten die beiden dort verbringen, zum Glück nicht allein. Lejlas Vater und Schwester besuchten sie über die Feiertage.

„Lejlas Eltern sind sehr dankbar und gerührt, dass so viele Menschen ihrer Tochter mit Spenden helfen wollen. Sie haben mir aufgetragen, ihre Dankbarkeit unbedingt weiterzugeben“, berichtet Hartmut Anders-Hoepgen.

Am 11. März wird Lejla elf Jahre alt

Am 19. März 2020 wird Lejla 11 Jahre alt. Zwei Tage später darf sie sich auf eine kleine Geburtstagsfeier in Kirchlinde freuen. Dort wohnt nicht nur Hartmut Anders-Hoepgen, sondern auch Alen Bečirovič, ein enger Freund der Familie.

So können Sie der kranken Lejla helfen

  • Hartmut Anders-Hoepgen freut sich auch weiterhin über Spenden für Lejla.
  • Wer das schwerkranke Mädchen und seine Eltern unterstützen möchte, kann auch weiterhin eine Geldspende auf das zweckgebundene Konto der Miriam-Kirchengemeinde überweisen.
  • Die Kontoverbindung lautet: Sparkasse Dortmund, IBAN: DE33 4405 0199 0001 0611 00, Kontoinhaber: Kreiskirchenkasse Dortmund. Stichwort: Miriam Kirchengemeinde - „Lejla“.
  • Wer schon gespendet hat und eine Spendenquittung benötigt, kann sich unter Tel. 0231/67 07 47 im Pfarrbüro melden.
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