Nebenbuhler mit Messer schwer verletzt: Jetzt gibt es ein Urteil

Bluttat in der Nordstadt

Nach einer lebensgefährlichen Bluttat hat das Landgericht einen 42-jährigen Mann zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Er hatte seinen Nebenbuhler im August 2019 mit einem Messer verletzt.

Dortmund

, 15.04.2020, 20:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Angeklagte neben seinem Verteidiger Michael Budde.

Der Angeklagte neben seinem Verteidiger Michael Budde. © Jörn Hartwich

Der Angeklagte hatte im Prozess zugegeben, den Ehemann seiner Geliebten mit drei Messerstichen außer Gefecht gesetzt zu haben. Noch in seinem letzten Wort vor der Urteilsberatung beteuerte er jedoch, zuerst angegriffen worden zu sein. Auch sein Verteidiger Michael Budde ist sicher: „Mein Mandant hat keinen Ärger gesucht, er hat welchen gefunden. Und er hat sich auf die Auseinandersetzung eingelassen. das war sein Fehler.“

Am Tatmorgen klingelte der Ehemann der Geliebten des Angeklagten plötzlich an seiner Wohnung und stieß wüste Bedrohungen aus. Da habe er eine Schutzweste angezogen und Pfefferspray eingesteckt und sei dann nach unten vor die Haustür gegangen, so der 42-Jährige.

Wilde Rangelei auf dem Bürgersteig

Auf dem Bürgersteig hatte sich sofort eine wilde Rangelei entwickelt, in deren Verlauf der Angeklagte schließlich dreimal mit dem Messer zustach. Während der Mann jedoch behauptete, er habe das Messer dem eigentlichen Angreifer abgenommen, hatten mehrere Zeugen erklärt, er selbst habe die Waffe aus der Wohnung mit nach unten gebracht und im Streit eingesetzt.

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Das Opfer erlitt unter anderem eine tiefe Stichverletzung im Oberkörper und am Hals und musste im Krankenhaus notoperiert werden. Nach Angaben seiner Rechtsanwältin Birgit Schwipp leidet der Mann bis heute an Narbenschmerzen und Taubheitsgefühlen.

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