Trotz Verzögerungen: Bombe an der Ruhrallee erfolgreich entschärft

Bombe

An der Ruhrallee in Dortmund war am Donnerstag (25.3.) ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Bei der Entschärfung kam es zu unnötigen Verzögerungen.

Dortmund

, 25.03.2021, 19:30 Uhr / Lesedauer: 3 min
2500 Menschen mussten rund um die Ruhrallee 90 evakuiert werden.

2500 Menschen mussten rund um die Ruhrallee 90 evakuiert werden. © Kindel

  • An der Ruhrallee 90 war ein 250-Kilogramm-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden
  • 2500 Anwohner waren von der Evakuierung betroffen
  • Evakuierung begann um 16 Uhr, die Entschärfung um 20.07 Uhr
  • Die B54 wurde während der Entschärfung gesperrt

Die Stadt Dortmund den Evakuierungsradius von 250 Metern um den Fundort herum festgelegt.

Die Stadt Dortmund den Evakuierungsradius von 250 Metern um den Fundort herum festgelegt. © Stadt Dortmund



Aktualisierung 20.41 Uhr:
„Der Blindgänger ist erfolgreich entschärft. Alle Sperrungen werden aufgehoben“, twittert die Stadt Dortmund. Die Kampfmittelexperten machen Feierabend und alle 2500 Anwohner dürfen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Damit beenden wir unsere Live-Berichterstattung.

Aktualisierung 20.20 Uhr:
Die Stadt Dortmund gibt Zahlen zum Einsatz an der Ruhrallee bekannt: Das Ordnungsamt sei mit 94, das Tiefbauamt mit 30, die Feuerwehr Dortmund

mit 60, die Polizei mit 10 und die Johanniter mit 16 Leuten vor Ort. Laut Stadt gab 33 Krankentransporte. 145 Menschen seien in die Evakuierungsstelle gekommen.


Aktualisierung 20.07 Uhr:
„Die Entschärfung startet jetzt“, twittert die Stadt Dortmund.

Aktualisierung 19.33 Uhr:
Der Start der Entschärfung verzögert sich. Ein Paar müsse noch davon überzeugt werden, seine Wohnung zu verlassen, heißt es in einem Tweet der Stadt Dortmund. Und weiter: „Dieses Verhalten führt nur dazu, dass es für alle, die sich vorbildlich verhalten haben, länger dauert.“



Aktualisierung 19 Uhr:

Die Evakuierung ist so gut wie abgeschlossen - noch drei Krankentransporte stehen aus, twittert die Stadt. Erste Gebiete werden bereits nachkontrolliert. Die Ruhrallee ist ab jetzt gesperrt.

Aktualisierung 18 Uhr:

Die Evakuierung laufe nach Plan, twittert die Stadt Dortmund. Allerdings gebe es „auffällig viele Krankentransporte“ - 20 Stück bislang. Das brauche seine Zeit.

Aktualisierung 16.15 Uhr:

Den Anruf, dass das Max-Planck-Gymnasium als Evakuierungsstelle auserkoren wird, habe Schulleiterin Ute Tometten gegen 14 Uhr erhalten, sagt sie auf Nachfrage. In zehn Jahren als Schulleitung sei das nun zum ersten Mal der Fall.

Um 14.15 Uhr machte sie die Durchsage, alle Schüler müssten das Gebäude innerhalb der nächsten 15 Minuten verlassen. So sollte gewährleistet werden, dass alle nach Hause kommen, ohne dass Straßen gesperrt seien. Der genaue Zeitpunkt der Entschärfung habe zu der Zeit noch nicht festgestanden.

Von der Evakuierung seien vor allem die Oberstufenkurse von der achten bis zur zehnten Stunde und der Musikleistungskurs betroffen gewesen, so Tometten. Dem Abiturjahrgang fehlen so weitere drei Unterrichtsstunden ihrer Präsenzzeit.

Nach der Entschärfung werde das Reinigungspersonal kommen, damit der Schulunterricht am Freitag (26.3.) nach Plan stattfinden könne.

Aktualisierung 16.05 Uhr:

Aus dem zu evakuierenden Radius kann man nur noch heraus- aber nicht mehr hineinfahren, teilt die Stadt Dortmund per Twitter mit. Die Evakuierung beginnt.


Aktualisierung 15.40 Uhr:

Die Winfried Grundschule an der Ruhrallee liegt ebenfalls im Evakuierungsradius. Die Betreuungszeit der Kinder an der offenen Ganztagsschule (OGS) endet in Corona-Zeiten regulär um 16.30 Uhr. So lange dürfen Kinder und Mitarbeiter auch noch vor Ort bleiben, habe das Ordnungsamt der OGS-Koordinatorin Susanne Dittmann mitgeteilt, sagt sie auf Nachfrage unserer Redaktion.

Hätten Sie das Gebäude bis 16 Uhr räumen müssen, hätten vier Kinder eher abgeholt werden müssen. „So merken wir gar nichts davon“, sagt sie. Nur der Reinigungsdienst sei direkt betroffen. Anstatt die Räume am Donnerstagnachmittag wie üblich zu reinigen und zu desinfizieren, müsse er am Freitagmorgen „ausnahmsweise sehr früh“ um 5 Uhr zur Winfried Grundschule kommen.

Aktualisierung 14:40 Uhr:

Die Evakuierung habe keine große Auswirkung auf die Mitarbeiter der Continentale-Versicherung, sagt Unternehmenssprecher Bernd Goletz auf Nachfrage. Die Mehrheit befinde sich im Homeoffice. Seit Oktober gebe es am Dortmunder Standort eine Maximalanwesenheitsquote von 25 Prozent, die aber nie ganz ausgeschöpft werde.

Von 1600 Mitarbeitern würde das also maximal 400 Mitarbeiter betreffen, um 16 Uhr sei aber unwahrscheinlich, dass überhaupt noch 200 Mitarbeiter vor Ort am Standort seien. Die Arbeitszeit ließe sich zwischen 6.30 Uhr und 20 Uhr flexibel gestalten. Viele Mitarbeiter fangen aber schon früh an, so Goletz. Konkrete Zahlen habe er nicht, aber im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten betreffe die Evakuierung nur wenige Kollegen.

So berichteten wir bisher:

Im Saarlandstraßenviertel und weiteren Teilen der Dortmunder Innenstadt kommt es am Donnerstagnachmittag zu erheblichen Einschränkungen. Bei Bauarbeiten an der Anschrift Ruhrallee 90 ist ein 250-Kilogramm-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden.

Im Evakuierungsradius leben 2500 Menschen, die ab circa 16 Uhr ihre Wohnungen verlassen müssen. Betroffen sind außerdem das Gebäude der Continentale-Versicherung, die Winfried-Grundschule sowie der Evangelische Kindergarten an der Ruhrallee.

B 54 wird gesperrt - aber erst kurz vor der Entschärfung

Als Evakuierungsstelle wird das Max-Planck-Gymnasium, Ardeystraße 70-72, eingerichtet. Die B54 wird nach Angaben der Stadt Dortmund kurz vor Start der Entschärfung gesperrt.

Die Buslinien 452 (Körne - Hbf) und 453 (Schüren - Hbf) fahren während der Entschärfung eine weiträumige Umleitung.

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