Das Dortmunder Landgericht muss den Fall noch einmal verhandeln. © Martin von Braunschweig
Revision

BGH kippt Dortmunder Urteil: Mutmaßlicher Serieneinbrecher erneut vor Gericht

Der BGH hat ein Urteil des Dortmunder Landgerichts aufgehoben. Der Angeklagte konnte angeblich die Vielzahl an Taten nicht auseinander halten. Das machte die Beweisaufnahme zum Problem.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat das Urteil des Dortmunder Landgerichts gegen einen mutmaßlichen Serieneinbrecher aus Albanien in der Revision gekippt. Die verhängte Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten hat zunächst einmal keinen Bestand. Erst müssen andere Richter den Fall neu verhandeln.

Das Verfahren gegen den Angeklagten hatte die zuständige Strafkammer im Sommer 2020 vor große Herausforderungen gestellt. Der Albaner war zwar sichtlich bemüht, die ihm zur Last gelegten Einbrüche in Kirchhörde, Wellinghofen und anderen Städten im ganzen Bundesgebiet zuzugeben. Doch für ein ordentliches Verständnis fehlte ihm einfach die Erinnerung.

Kritik an DNA-Spuren

Weil er zuletzt zu viele Einbrüche verübt hatte, konnte der Angeklagte einfach nicht mehr sagen, ob er wirklich an jenem Tatort war oder nicht.

Zum Glück gab es aber auch objektive Spuren. In mehreren Häusern und Wohnungen waren von der Polizei Spuren gesichert worden, die auf DNA untersucht werden konnten. Und tatsächlich: Mit großer Wahrscheinlichkeit stammten die Hinterlassenschaften von dem Angeklagten.

Der Bundesgerichtshof bemängelt nun aber den Umgang der Richter mit diesen DNA-Spuren. In dem neuen Prozess sollen statistische Wahrscheinlichkeiten genauer angegeben werden.

Über den Autor

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.