Corona-Krise

„Bestürzend“: Kanzleramt reagiert auf Video von Dortmunder Friseurin

Der emotionale Ausbruch einer Dortmunderin Friseurin auf Instagram wirkt bis ins Bundeskanzleramt. Ein enger Vertrauter von Angela Merkel äußert sich zu dem Video.
Bundeskanzleramtschef Helge Braun hat sich zu einem emotionalen Video einer Friseurin aus Dortmund geäußert. © dpa

Helge Braun, Chef des Kanzleramts, hat in einem Fernsehinterview das Video der Dortmunder Friseurin Bianka Bergler kommentiert. Die Friseurin mit eigenem Salon in der östlichen Innenstadt, ist zuletzt zum Gesicht für die Probleme selbstständiger Unternehmer Corona-Krise geworden.

In mehreren Instagram-Clips hatte sie unter Tränen ihre finanziellen Probleme durch den Lockdown und die Folgen für ihre Angestellten geschildert und die ausbleibende Hilfe der Politik kritisiert.

Kanzleramtschef Helge Braun nennt das Video „bestürzend“

In einem Gespräch mit dem Sender RTL nennt Helge Braun das Video aus Dortmund am Samstag (30.1.) „eindrucksvoll und bestürzend“.

Es zeige, wie schwierig die Lage für viele Unternehmer in Deutschland sei. „Deshalb müssen wir jetzt alles daransetzen, dass Hilfen schnell ausgezahlt werden.“

Überbrückungshilfe soll schneller ausgezahlt werden

Konkret soll dies laut Helge Braun über automatisierte Abschlagszahlungen an Betriebe möglich sein. Die anhaltenden Probleme bei der Auszahlung der Novemberhilfen begründet er mit einem „aufwendigen EDV-Verfahren“, das derzeit „unter Hochdruck“ vereinfacht werde.

Der CDU-Politiker kündigte außerdem an, die von Bergler kritisierte Auszahlungspraxis beim Kurzarbeitergeld noch einmal überprüfen zu wollen.

Die Videos der Dortmunder Friseurin wurden mehrere Hunderttausend Mal aufgerufen und geteilt.

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