Bergrettung korrigiert sich: Kein Dortmunder Toter in den Dolomiten

Südtirol

Verwirrung um eine Todesmeldung aus den Dolomiten: Entgegen erster Meldungen ist am Mittwoch kein Dortmunder in den Dolomiten nach einem Blitzschlag gestorben. Zuerst hatte die Bergrettung bestätigt, dass ein 36-jähriger Dortmunder getötet worden sei. Nun korrigierten sich die italienischen Behörden.

DORTMUND/BOZEN

, 22.07.2015, 20:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bergrettung korrigiert sich: Kein Dortmunder Toter in den Dolomiten

Die Rosengartengruppe in Südtirol.

Update Donnerstag, 12.01 Uhr:

Das Blitzschlag-Opfer am Mittwoch stammt nicht aus Dortmund, sondern aus Düsseldorf. Die Bergwacht und die Rettungsleitstelle in Bozen hatten am Mittwochabend gegenüber dieser Redaktion sowie lokalen Medien noch die Dortmunder Herkunft des Opfers bestätigt. Sie sprachen außerdem von insgesamt drei Unwetter-Toten in der Region Südtirol.

Am Donnerstagmorgen stellte Markus Pittner, Leiter der Bergrettung Welschnofen, jedoch klar, dass es sich bei dem Opfer in der Rosengartengruppe um einen 36-jährigen Düsseldorfer handele.

 

 

So haben wir am Mittwochabend berichtet: 

Die Bergrettung Welschnofen, rund zehn Kilometer von Bozen entfernt, sagte dem italienischen Sender "Rai Südtirol", dass der Dortmunder mit seiner Ehefrau und einer weiteren Bergsteigerin in den Bergen der so genannten Rosengartengruppe unterwegs gewesen war. Der Blitz traf den Wanderer gegen 13 Uhr. Laut der Bergretter befanden sich die Wanderer gerade auf dem Abstieg.

Die beiden Frauen alarmierten sofort die Notrufzentrale und versuchten den 36-Jährigen wiederzubeleben. Der Rettungshubschrauber der Bergrettung flog die Frauen ins Tal. Dort wurden sie von Notfallseelsorgern betreut.

In der Gegend gab es am Mittwoch zwei weitere Todesopfer durch Blitzschläge. Nach einer längeren Hitzeperiode waren Unwetter erwartet worden. Ein 34-jähriger Wanderer aus Düsseldorf geriet mit seiner Frau an der Rotwandspitze in ein solches Gewitter. Ein Mann aus Südtirol starb an den Folgen eines Blitzeinschlags im Langtauferer Tal. Zwischen den Unglücksorten liegen teilweise bis zu 50 Kilometer, sie gehören aber zu derselben Region.

Laut Walter Flunger von der Rettungsleitstelle in Bozen sind Gewitter in Bergregionen ein besonderes Risiko. „Man sollte sich vorher zwingend bei Einheimischen über Wetterprognosen erkundigen und Schutzhäuser auf seiner Route einplanen“, sagte er auf Anfrage dieser Zeitung. Diese Unterstände gebe es in regelmäßigen Abständen in der gesamten Region. Zudem sollten Wanderer den Himmel genau beobachten.

Nach enormen Hitzephase wie in den vergangenen Wochen seien heftige Unwetter der Alltag in Südtirol. Eine Häufung von Unglücken wie an diesem Tag sei jedoch auch für diese Region sehr ungewöhnlich.

 

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