Gerichtsurteil

Bekannter Dortmunder Neonazi muss in Haft – und es laufen weitere Verfahren

Sascha Krolzig muss ins Gefängnis. Das Bundesverfassungsgericht bestätigte eine gegen den Neonazi ausgesprochene Haftstrafe. Und es droht weiterer Ärger.
Das Landgericht Dortmund hat den Neonazi Sascha Krolzig zu einer Haftstrafe verurteilt. © Stephan Schuetze (Archiv)

Der bekannte Dortmunder Neonazi Sascha Krolzig ist seit Mittwoch in Haft. Der Landes- und Bundesvorsitzende der Partei „Die Rechte“ war unter anderem wegen Volksverhetzung verurteilt worden. In der vergangenen Woche bestätigte das Bundesverfassungsgericht den Schuldspruch und die sechsmonatige Haftstrafe. Nun wurde das Urteil umgesetzt.

Auch laufen noch weitere Verfahren. Krolzig drohen unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung noch weitere 14 Monate Freiheitsentzug. Das hatte damals das Landgericht Dortmund geurteilt.

Für die 2015 von der Dortmunder Polizei eingerichtete Sonderkommission „Rechts“ bedeutete das die 46. Verurteilung eines Rechtsextremisten seit Bestehen der Ermittlungseinheit. „Die Bilanz zeigt, dass der Kampf gegen die Demokratiefeinde in Dortmund erfolgreich ist“, so der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange in einer Mitteilung der Behörde.

Verurteilungen wegen mehrerer anderer Delikte

Krolzig, der innerhalb der nordrhein-westfälischen Neonazi-Szene als einer der führenden Köpfe gilt, hatte sich schon früher vor Gericht verantworten müssen. Der gebürtiger Hammer wurde bereits mehrere Mal wegen Volksverhetzung angeklagt. Hinzu kommen Urteile wegen Körperverletzung.

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