Beim Schulwechsel durchs Gebäude geirrt

Nordost-Geschichten

Viele Fünftklässler müssen sich in diesen Tagen an eine neue Schule gewöhnen. Unser Autor erinnert sich an seinen eigenen Wechsel von der Grundschule aufs Gymnasium.

Eving

, 15.08.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für viele Fünftklässler hat in dieser Woche das Leben in einer neuen Schule begonnen

Für viele Fünftklässler hat in dieser Woche das Leben in einer neuen Schule begonnen. © picture alliance / dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

einer der schönsten Termine, die ich in dieser Woche hatte, war die Begrüßung der neuen Fünftklässler in der Theodor-Heuss-Realschule in Eving - und das, obwohl er mich an meinen eigenen Wechsel von der Grundschule aufs Gymnasium erinnert hat, der weniger schön verlaufen ist. 1973 muss das gewesen sein. Der Schulhof war voll mit Hunderten von Schülern und Eltern, und der Schulleiter las äußerst leise die Namen der Schüler vor und zu welchem Lehrer sie sich stellen sollten.

Ich war froh, als ich endlich meinen Namen hörte - schließlich war ich vorher von der tief sitzenden Angst geplagt worden, einfach vergessen worden zu sein - und begab mich sofort zu meinem neuen Lehrer. Doch in der Klasse kam das böse Erwachen: Nicht ich war gemeint gewesen, sondern ein Mädchen namens Andrea Schröder.

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Den Tränen nahe irrte ich durch das mir vollkommen fremde Schulgebäude, um meine richtige Klasse zu finden. Keine schöne Situation, aber nach ein paar Tagen hatte ich mich dann doch gut eingelebt in meiner neuen Klasse. Und genau das wünsche ich nun auch allen Dortmunder Fünftklässlern, die in dieser Woche den Schulwechsel vollzogen haben.

Machen Sie sich ein schönes Wochenende! Bis nächsten Samstag!

Andreas Schröter

Andreas Schröter © privat

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