Gleisbauarbeiten am Hellweg behindern die ansässigen Unternehmen

dzWambeler Hellweg

Die Gleise auf dem Wambeler Hellweg werden erneuert - eine nötige Baustelle. Doch für viele Unternehmen bedeutet das große Einschränkungen. Auch die Kunden sind betroffen.

Wambel

, 26.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Wir haben schon ganz schön zu kämpfen“, sagt Friedhelm Weiß. Der Dortmunder hat seine eigene Kfz-Werkstatt direkt am Wambeler Hellweg. Dort, wo seit gut zwei Wochen die Gleisbauarbeiten in vollem Gang sind. Bis Ende August sollen die Arbeiten dauern, ein langes Stück des Hellwegs ist gesperrt.

Die Zufahrt zu den Geschäften und Wohnhäusern ist zwar auch während der Baustelle möglich. Aber dennoch: Optimal ist die Lösung für die Unternehmen nicht. „Besonders zu Beginn war es oft so, dass unsere Kunden und Lieferanten nicht durchgekommen sind. Das geht für uns natürlich gar nicht“, sagt Friedhelm Weiß.

„Keiner kommt mehr raus oder rein“

Besonders schlimm sei es, wenn der Beton ins Gleisbett gegossen wird, berichtet der Kfz-Meister: „Dann steht der Betonwagen auf dem Seitenstreifen. Mal eine halbe, mal eine Dreiviertelstunde. Und keiner kommt mehr raus oder rein.“ So gehe es häufig zu auf dem Wambeler Hellweg.

Gleisbauarbeiten am Hellweg behindern die ansässigen Unternehmen

Friedhelm Weiß ist derzeit von rot-weißen Bauzäunen umgeben. © Johanna Wiening

Aber dies sei nicht die einzige Einschränkung. Jeden Tag gebe es eine neue Überraschung, so Weiß. So sei beispielsweise der Kunde einer anderen Firma bei der Ausfahrt aus dem Wambeler Hellweg von der Polizei angehalten worden. Man wolle ihn nur weiterfahren lassen, wenn er eine Rechnung von einem ansässigen Unternehmen dabei habe. „Das geht gar nicht“, sagt Friedhelm Weiß. „Schließlich kommen auch mal Leute für eine Frage oder sowas. Da stelle ich nicht immer eine Rechnung aus.“

Für Erstkunden ist es schwierig

Von ähnlichen Ereignissen kann auch Valerij Repp vom Ingenieurbüro Repp erzählen. Gemeinsam mit seinen fünf Mitarbeitern ist er in der Autoprüfung tätig. Seine Stammkunden kämen zwar zu ihm durch, aber bei anderen sei es oft problematisch. „Ich musste einige Kunden sogar schon abholen, weil sie vorne an der Baustelle nicht reingelassen wurden. Das verunsichert sie natürlich.“

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Die rund vier Wochen bis zum Baustellenende sind für Valerij Repp das Maximum: „Ich will hoffen, dass die Arbeiten bis dahin auch wirklich fertig sind. Je länger die Baustelle läuft, desto schlechter für uns.“ Schließlich müsse er seine Mitarbeiter beschäftigen und ohne Kunden sei das schwierig.

„Wer kommen will, der kommt auch“

„Natürlich ist die Baustelle unangenehm“, sagt auch Bernd Gnisia vom Kärcher Store Moser. „Aber wer wirklich kommen will, der kommt auch.“ Er sei zwar auch nicht unbedingt begeistert von der Baustelle. Aber Meckern helfe da ja auch nicht.

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Das einzige Problem sieht der Dortmunder in der Beschilderung. „Das ist schon ein wenig verwirrend. Viele Kunden berichten, dass sie gar nicht wüssten, woher sie jetzt genau fahren dürften und woher nicht. Das macht die Situation natürlich auch nicht besser.“

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