Baustelle auf der A1 verlängert: Wittbräucker Straße bleibt Staugebiet

dzWittbräucker Straße

Lkw, Sprinter und Pkw auf der Durchreise: Die gesperrte Abfahrt auf der A1 lässt so einige ungebetene Gäste in den Dortmunder Süden. Ein zeitiges Ende ist nicht in Sicht - im Gegenteil.

von Alexandra Wachelau

Höchsten

, 10.09.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf dem Höchsten ist in diesem Jahr um einiges mehr los als sonst. Zumindest auf der Wittbräucker Straße staut es sich hunderte Meter weit. Bei genauerer Betrachtung wird klar: Vor allem die schweren Fahrzeuge kommen dabei nicht aus Dortmund, teilweise noch nicht einmal aus Deutschland.

Baustelle verzögert sich um anderthalb Monate

Der Grund dafür liegt außerhalb von Dortmund. Neben dem Ausbau der B236 in Schwerte ist seit dem 4. Mai der Autobahnanschluss in Richtung Köln gesperrt. Ursprünglich sollten die Arbeiten am 30. Oktober abgeschlossen sein – doch wie bei vielen Baustellen kann auch dieser Termin nicht eingehalten werden. Voraussichtlich erst am 18. Dezember wird die Anschlussstelle der A1 in Richtung Köln fertig sein.

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Weswegen vor allem die Anwohner der Wittbräucker Straße seit Monaten genervt sind. Denn diese ist die offizielle Umleitungsstrecke für die Verkehrsteilnehmer, die in Richtung Schwerte oder A1 unterwegs sind.

Ob die langen Staus und die lärmenden Lkw ab dem 18. Dezember von der Wittbräucker Straße verschwinden, wird unter anderem von der Bezirksvertretung Hörde angezweifelt. Deges, die ausführende Firma, lässt nach dem 18. Dezember die Anschlussstelle in Richtung Bremen sperren, voraussichtlich für sechs Monate. Wird es sich dadurch erneut im Dortmunder Süden stauen?

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Tobias Israel vom Tiefbauamt Dortmund möchte diese These gegenüber der Hörder Bezirksvertretung (8. 9.) nicht zustimmen: „Wir können noch nicht sagen, wie sich die Sperrung auf den Verkehr in Dortmund auswirkt. Es wird aber beobachtet“, betont Israel.

Fraktionen in Hörde sind sich einig

Allerdings würden die Auslastungen der Straßen längst noch nicht die Ausmaße in Vor-Corona-Zeiten erreichen, so Israel weiter. Diese Aussage trifft einen Nerv in der Bezirksvertretung. „Immer mehr Lkw aus ganz Europa befahren die Wittbräucker Straße in Richtung Süden“, widerspricht Peter Pfeiffer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD. „Es muss etwas Grundsätzliches geschehen.“

Auch andere Fraktionen betonen: Der Verkehr auf dem Höchsten ist alles andere als angenehm und normal. „Vom 18. Dezember wird das Problem wieder da sein, nur von Süden in Richtung Norden“, prophezeit Hartmut Schulze-Velmede von den Grünen.

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Obwohl Tobias Israel vom Tiefbauamt in der Berichterstattung betont, dass die Lkw-Zunahme auf der Wittbräucker Straße nicht höher ist als auf anderen Dortmunder Straßen, soll nun geprüft werden, ob die Fahrer der Lkw wirklich aus ganz Europa kommen.

Selbst wenn der Verkehr nicht aufgrund der Umleitung so stark angestiegen ist, müsse sich etwas tun, so die Meinung aus der BV. Eine Umlegung oder gar ein Fahrverbot auf der Straße sei laut Tobias Israel dagegen nicht möglich.

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