Jörg Kemper (55) ist Betriebsleiter des Wenkers. Die Baustelle vor seinem Lokal sei zwar ärgerlich, Vorwürfe erhebt er aber keine. © Bastian Pietsch
Außengastronomie

Baustelle am Alten Markt trifft ein Dortmunder Lokal besonders hart

Endlich geht es wieder los mit der Außengastronomie: Das werden sich auch viele Betreiber denken. Blöd nur, wenn dann direkt neben dem Lokal eine große Baustelle liegt - wie aktuell am Alten Markt.

Entlang der östlichen Seite des Alten Marktes und über die Betenstraße zieht sich ein breiter Graben. Eine Baustelle mit Erdarbeiten und schwerem Gerät. Die DEW verlegt dort neue Fernwärme-Leitungen. Das fällt nun auch in eine Zeit, in der die anliegenden Gastronomen endlich wieder ihre Außenflächen nutzen können. Doch die sind nun teilweise beschnitten.

Direkt vor dem Wenkers hält am Mittwochmittag (26.5.) ein schwerer Lkw, während durch ein Fenster Speisen verkauft werden. Einige Meter entfernt stehen die Tische der Außengastronomie des Lokals. Jörg Kemper, die Betriebsleiter des Wenkers, räumt ein, dass die Umstände nicht optimal sind, hält sich mit Kritik aber zurück.

Auch Positives an der Baustelle zu sehen

Die „Jungs von der Baustelle“, wie er sagt, könnten da nichts für. Und es habe auch einen Austausch mit DEW gegeben. „Die Baustelle ist vom Timing her natürlich blöd, wir versuchen aber, das Beste rauszuholen.“ Bis zu 40 Prozent der nutzbaren Fläche verliere er.

Bis zur geplanten Öffnung der Außengastronomie des Wenkers spätestens am Montag (31.5.) soll sich noch einiges tun. Insbesondere die Baustellenfahrzeuge sollen dann von einer anderen Seite anfahren.

Und Kemper sieht auch Positives in der Nähe zur Baustelle. Die Situation ermögliche es, sich erst mal langsam an die Umsetzung der neuen Corona-Regeln heranzutasten. „Wir haben so oder so zu wenige Plätze. Und so sind sie überschaubarer zu kontrollieren.“

Arbeiten wurden Beschleunigt

Auch DEW bestätigt auf Nachfrage, dass es im Austausch mit den Gastronomen am Alten Markt sei. Schon vor dem Baustart habe es im Dezember eine Gesprächsrunde gegeben. Und man habe sich zum Beispiel durch Samstagsarbeit bemüht, die Arbeiten zu beschleunigen.

Der Baubeginn Mitte Januar sei gewählt worden, um möglichst viel Zeit des Gastro-Lockdowns zu nutzen – und nicht mit dem damals noch nicht abgesagten Weihnachtsmarkt zu kollidieren.

Anfang Juni sollen die Bauarbeiten in dem großen Graben fertig werden. Dieser könnte dann auch schon geschlossen werden. Dann müssten noch einige Hausanschlüsse gelegt werden. Ende Juni soll die Baustelle verschwunden sein.

Ein Lokal besonders betroffen

Bei Babette Bohnekamp vom Thier Brauhaus hat sich das schon bemerkbar gemacht. Am Mittwochvormittag war dort noch ein Seiteneingang verstellt. Auch der Bereich für Außengastronomie wäre um über die Hälfte kleiner als normal. gewesen, Am Mittwochnachmittag hat sich dieses Problem jedoch erledigt.

Besonders hart getroffen von den Bauarbeiten ist das Pfefferkorn. Dort ist am Mittwochmittag gar keine Außengastronomie aufgestellt. Vor Ort ist niemand anzutreffen. Vermutlich ist man am Phoenix-See. Denn auch dort gibt es das Pfefferkorn – ohne Baustelle vor der Tür.

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Redaktion Dortmund
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Bastian Pietsch

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