Jörg Kemper (55) ist Betriebsleiter des Wenkers. Die Baustelle vor seinem Lokal sei zwar ärgerlich, Vorwürfe erhebt er aber keine. © Bastian Pietsch
DEW21

Baustelle am Alten Markt: Gastronom ist erleichtert – „Ich kann nur loben“

Wegen einer Baustelle konnten Gastronomen ihre Außenstellflächen in der Dortmunder City teilweise nicht nutzen. Die Bauarbeiten verzögerten sich außerdem. Nun hat die DEW gute Nachrichten.

Gastronomen am Alten Markt nahe der Betenstraße hatten es in den vergangenen Wochen nicht leicht. Nicht allein die Lockdown-Maßnahmen machten ihnen das Leben schwer, sondern eine große Baustelle – gleich vor der Tür.

Bauarbeiten verzögerten sich

Die DEW verlegte dort ab Ende Januar Fernwärmeleitungen. Wegen des Wintereinbruchs und „überdurchschnittlich“ vieler Rohre und Kabel im Erdreich verzögerten sich die Arbeiten jedoch, wie DEW-Sprecherin Rebecca Alishah erklärt.

Ein breiter Graben zog sich entlang der östlichen Seite des Alten Marktes und über die Betenstraße. Teilweise beschnitt die Baustelle die Stellflächen der anliegen Restaurants und Brauhäuser.

Besonders hart traf es das Pfefferkorn. „Wir hätten sieben bis acht Tische aufstellen können, das wäre nicht wirtschaftlich gewesen“, sagt der Betriebsleiter. Aus diesem Grund und wegen des Lockdowns eröffnete das Steakhaus erst am vergangenen Freitag. Und das recht spontan.

Die Außengastro am Alten Markt ist wieder geöffnet

Das Pfefferkorn konnte schon am späten Freitagnachmittag den Außenbereich für seine Gäste öffnen. „Innen hatten wir schon ab 11.30 Uhr auf“, sagt der Betriebsleiter. „Zum Glück ist uns die Stadt ein bisschen entgegengekommen. Die haben echt aufs Gaspedal gedrückt.“

Das Pfefferkorn hatte sich auf eine Öffnung des Außenbereichs für Ende Juni eingestellt. Dann sei es aber spontan schneller gegangen. Ganze drei Wochen eher konnten die betroffenen Gastronomen nun die Stellfläche wieder nutzen.

Logistisch sei es nicht ganz einfach gewesen, gibt der Betriebsleiter des Steakhauses zu. Aber: „Lieber viel Stress als wenig Umsatz.“

DEW21 löste Problem mit einem Trick

Jörg Kemper, Betriebsleiter des Wenkers, konnte am Samstag mit dem Aufbau des Außenbereichs beginnen. „Die Jungs haben sich den Allerwertesten aufgerissen“, sagt er. Bis Freitagabend hätten die Bauarbeiter asphaltiert. Pünktlich zum sonnigen Wochenende konnten die Gastronomen dann endlich die Außenbereiche wieder herrichten und Gäste empfangen. „Ich kann nur loben“, sagt Jörg Kemper.

Die DEW21 teilt mit, dass die Oberfläche vorerst „provisorisch“ asphaltiert worden sei. „Der Einbau des Pflasters wird im Januar 2022 nachgeholt.“ Die Arbeiten in der Betenstraße will die DEW bis zum Juli abschließen.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
Zur Autorenseite
Avatar

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.