Baumesse zeigt die Wärme aus der Wand und das Duschklo im Tiny House

dzWestfalenhallen

Wie wär’s mit einem Fußboden und Wänden, die die Raumluft reinigen? Oder einem fugenlosen Bad? Oder winzigem mobilen Haus? – Die neuen Trends auf der Baumesse in den Westfalenhallen 4 und 5.

Dortmund

, 23.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Eines der meist kommentierten Bauteile auf der Baumesse in den Westfalenhallen ist das Duschklo im mobilen Tiny House (kleinen Haus). Eine französische Hocktoilette, über die zum Duschen ein Gitter geklappt wird. „Kannste beim Duschen gleich Aa machen. Haste Zeit gespart“, sagt einer der Besucher.

Benedikt van Kampen vom Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (Umsicht), sagt es vornehmer: „Das ist maximal platzsparend.“

Das komplett mit Holz ausgekleidete „e:lab-Tiny House“ von Fraunhofer Umsicht ist eine Experimentalplattform und ein Diskussionsobjekt für die Energiewende. Es zeigt Wohnen auf kleinstem Raum (12 Quadratmeter). „Wir testen jetzt intelligente Heizkörper“, sagt van Kampen. Im Schnitt koste so ein Tiny House 50.000 Euro.

Brillenputztücher und Staubsauger

Das Häuschen auf Rädern mit einem Schlafraum unterm Dach ist noch bis Sonntag (24. 3.) auf der Baumesse in den Westfalenhallen 4 und 5 zu besichtigen. An mehr als 250 Ständen dreht sich alles ums Bauen und Wohnen, Modernisieren und Energiesparen. Oder besser: fast alles. Es gibt auch Stände, die man auf einer Baumesse weniger vermuten würde: Brillenputztücher, Kochtöpfe und Staubsauger, die Wischen und Saugen in einem Arbeitsgang erledigen.

Auch sonst ist das Angebot breit gefächert, alle Gewerke im und am Haus sind vertreten; vom Keller bis zum Dach und Schornstein, von der Garage bis Haustür, Fenstern und Treppe, von Heizung und Solar bis Küche und Bad, vom Architekten-, Öko-, und Fertighaus bis zu Kaminen und Rauchwarnmeldern, von Gebäudeautomation und Alarmanlagen bis Wand, Fassade und Dämmung, vom Baugrundstück bis zur Finanzierung und zum Inkassounternehmen, das die Miete von säumigen Zahlern eintreibt.

Grundstückssuche

Auch die Stadt Dortmund ist wieder mit mehreren Ämtern dabei. Am Stand des Liegenschaftsamtes können sich künftige Bauherren für die geplanten Baugebiete „Am Grimmelsiepen“ und „Erdbeerfeld“ auf die Interessentenliste setzen lassen. Fragen die Leute sonst nach bestimmten Gegenden im Stadtgebiet? Die Mitarbeiterin vom Liegenschaftsamt schüttelt den Kopf: „Die gucken, wo gibt‘s denn was.“ Viele ältere Leute kämen am Stand vorbei und fragten für ihre Kinder. Wie Dorothee und Peter Schweißinger: „Unsere Kinder können nicht kommen. Da haben wir das für sie übernommen.“

Ob Blockheizkraftwerk oder einfache Photovoltaik-Anlage – Energiesparen ist ein großes Messethema, ebenso wie Smart Home, das vollvernetzte Haus. Luftkurholz nennt sich die Verbundplatte aus Holz, Kork und Aktivkohle, die laut Hersteller die Innenluft von Schadstoffen reinigen soll.

Das fugenlose Bad erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Wer sich zu Hause gleich den Traum einer Wellnessoase verwirklichen kann, findet Anbieter von Luxusbädern, Relaxliegen, Saunen und Whirlpools. Die Wärme kommt heutzutage auch aus der Wand durch Infrarotmatten unter dem Putz.

Kostenlose Fachvorträge

Wer sich genauer informieren will, findet Ansprechpartner aus Verbänden und Institutionen wie der Verbraucherzentrale, die zu Energiesparmaßnahmen berät, und der Polizei, die zum Thema Sicherheit rund ums Haus informiert. Das Bundesforschungsministerium lädt am Samstag (23. 3.), 12 bis 15.30 Uhr, zum „Bürgergespräch“ über Hightech-Werkstoffe für das Bauen der Zukunft. Überhaupt gibt es an allen Messetagen kostenlose Fachvorträge.

Wer sich vom Messe-Geschehen erholen will, kann auf speziell entwickelten Shiatsu-Massagesesseln eine kleine Auszeit nehmen und von seinem künftigen Haus träumen ...

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