Bauarbeiten an B1 und B54

DORTMUND Gleich zwei große Baustellen auf wichtigen Fahrbahnen sorgten am Wochenende für Behinderungen. Auf der B1 wurde in Höhe der Westfalenhallen die Fahrbahndecke erneuert. Wegen Brückenbauarbeiten war die B54 stadtauswärts gesperrt.

von Von Heike Thelen

, 06.07.2008, 15:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Seit Freitagabend dauern die Arbeiten auf der B1 Richtung Unna schon an.

Seit Freitagabend dauern die Arbeiten auf der B1 Richtung Unna schon an.

Zwei Stunden von Bochum bis zur Westfalenhalle – mit soviel Zeit musste rechnen, wer am Wochenende den Weg über die B1 Richtung Unna gewählt hatte. Weil die Fahrbahndecke aufgrund von Rissen im Asphalt erneuert werden musste, war der Ruhrschnellweg zwischen Wittekindstraße und Ardeystraße zeitweise nur einspurig befahrbar.

Wer im Schritttempo vor den Westfalenhallen mit der Baustellenwalze um die Wette fuhr, hatte das Schlimmste schon hinter sich. „Zwei Stunden habe ich gebraucht von Bochum bis hierher“, stöhnte Inge Anutgan, deren Motor zu allem Überfluss auch noch heiß gelaufen war, auf dem Randstreifen vor den Westfalenhallen. So hatte sie sich die Fahrt mit ihrem BMW Cabrio nach Bad Sassendorf bestimmt nicht vorgestellt.

Bei strahlendem Sonnenschein schob sich die Blechlawine im Zeitlupentempo bis zur Einfädelungsspur auf Höhe der Wittekindstraße. Von da ab ging es einspurig auf der knapp 600 Meter langen Ausbesserungsstrecke immerhin schon im Schritttempo bis zur Brücke über die Ardeystraße. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung, die Radfahrer auf dem begleitenden Radweg an den Motorisierten vorbeisausen ließ.

Während die Autofahrer sich hinter ihren Lenkrädern langweilten, arbeiteten Straßenbautrupps rund um die Uhr auf Hochtouren. „Strahlender Sonnenschein von oben, 180 Grad von unten“, beschreibt Fertigerfahrer Werner Ramin seinen Arbeitsplatz hinter dem Lkw, der ihm gleichmäßig Asphalt vor die Schaufel seines Fahrzeugs kippte. Auf den Trittbrettern achteten die Bohlenleute mit Zollstock darauf, dass Binder- und Deckschicht jeweils die vorgeschriebenen vier Zentimeter Dicke einhielten.

„Bis jetzt läuft alles super“, lobte Asphalteinbaumeister Peter Koschinsky am Samstagnachmittag die reibungslose Zusammenarbeit auf der Baustelle. Auch die Beschimpfungen, die er sich von genervten Autofahrern anhören musste, hielten sich im Rahmen. „Ich stehe schließlich auch nicht gern im Stau“, zeigte er Verständnis. Deshalb hatte er sein Auto am Ende der Baustelle geparkt und konnte sich nach Schichtende problemlos in den fließenden Verkehr in Richtung Iserlohn einfädeln, während sich die Blechlawine aus Richtung Bochum zeitweise bis Sonntagabend vor der Baustelle staute.

Nächstes Wochenende geht's weiter

Sonntagabend bzw. -nacht sollte nicht nur diese Baustelle beendet sein, sondern auch die auf der B54. Kleiner Wermutstropfen: Wegen der Brückebauarbeiten müssen die Arbeiter auch am kommenden Wochenede von Freitag (11. Juli) etwa 20 Uhr bis am frühen Montagmorgen eine Umleitung fahren: diesmal aber stadteinwärts.

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