Aktuell auch noch dicht: das Freibad Volksbad neben dem BVB-Stadion. © Sportwelt Dortmund
Corona-Schließung

Bäder dicht: Wann können Kinder in Dortmund wieder schwimmen lernen?

Einer von zwei Grundschülern kann nicht schwimmen. Und das war der Stand vor der langen Corona-Schließung. Schon bald aber könnten die Schwimmkurse für Kinder in Dortmund weitergehen.

Man macht gemeinsame Sache: Vier Vereine und eine Schwimmschule haben sich schon geeinigt. Mit weiteren ist man in Gesprächen. Das Ziel: bald wieder Kurse für Kinder anbieten zu können, sobald die Corona-Situation das zulässt.

Schon im Februar habe man sich zusammengesetzt, erklärt Carsten Dorn vom SV Westfalen Dortmund. Schließlich wollten alle wissen: „Wie geht es mit der Schwimmausbildung weiter?“ In dramatischer Lage.

„Vor der Corona-Krise konnten schon 50 Prozent der Grundschüler nicht schwimmen“, unterstreicht Dorn. Und wie sich die Lage seit Corona-Beginn verschärft hat, man kann es nur versuchen zu erahnen.

Seit einem Jahr war fast durchgehend geschlossen

Nur wenige Wochen lang waren die Hallenbäder in Dortmund seit Frühling 2020 offen. Wer Kurse veranstalten wollte, in denen Kinder im Kita- und Grundschul-Alter schwimmen lernen, musste sich an viele Regeln halten. Längst nicht jeder fuhr den Betrieb überhaupt wieder hoch.

Der SV Westfalen machte das im Südbad. Allerdings selbst hier: Kinder, die Anfang 2020 noch wöchentlich ins Wasser durften, mussten eine Zwangspause bis zum Spätsommer machen. Und ab November war das Bad wieder geschlossen.

Kann es in den Hallenbädern weitergehen? Die Verantwortlichen aus mehreren Vereinen glauben nicht daran, wie Dorn erläutert. Dennoch sagt er: „Wir planen, dass wir Anfang Juni starten können.“

Drei Termine pro Woche – und in den Ferien durch?

Man hofft auf die Freibäder. Der SV Westfalen ebenso wie der SV Hellas, der FS 98, die DLRG sowie Meikes Wasserrocker. „Um die Kurse zu beschleunigen, haben wir uns darauf geeinigt, dass es drei Termine pro Woche geben soll.“

Bedeutet: Gab es vor Corona meist einen Tag pro Kurs und Woche, sollen es bald drei sein. Man will keine Zeit verlieren. Das sei das Beste, erklärt Dorn, „um vor den Sommerferien noch fertig zu sein. Denn wir können nicht warten.“

Klappt es in Wellinghofen und im Volksbad?

Dankbar sei man der Sportwelt Dortmund, die neben den Hallenbädern in Hombruch, Brackel, Lütgendortmund und Mengede auch vier Freibäder betreibt: Hardenberg, Wellinghofen, Froschloch und das Volksbad am Stadion.

Die Hallenbäder sind dicht, bis auf Weiteres, aber im Volksbad und im Freibad Wellinghofen habe man etliche Bahnen in Aussicht: „Wir werden ganz großzügig unterstützt, sodass wir jeden Tag Schwimmausbildung machen können“, sagt Dorn. Er hofft auf beheizte Lehrschwimmbecken, mit 24 oder 25 Grad Wassertemperatur.

Erst nur für die Kinder, die schon angefangen hatten

„Wir haben jetzt zusammengesessen und eine erste Gruppeneinteilung gemacht“, erklärt er weiter. Denn: Zunächst kommen die Kinder dran, die bereits einen Kurs begonnen hatten, als Corona kam.

Die Listen mit Interessenten waren schon vorher lang.

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Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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Björn Althoff

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