B236-Tunnel wurde eröffnet

DORTMUND Was lange währt, wird endlich gut. Das gilt wohl auch für Dortmunds neuesten Tunnel, der nach sechs Jahren Bauzeit am heutigen Samstag eingeweiht wurde und am Montag für den Verkehr freigegeben wird.

von Von Oliver Volmerich

, 12.07.2008, 14:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Tunnel-Einfahrt im Norden aus der Vogelperspektive.

Die Tunnel-Einfahrt im Norden aus der Vogelperspektive.

Die Einwohner von Berghofen sehnten den Tag seit Jahren herbei. Denn ein großer Teil des Autoverkehrs, der sich bislang durch das Ortszentrum quält, soll ab Montag in der Röhre verschwinden. Die ist dann Teil des autobahnähnlich ausgebauten Abschnitts der B236 durch den Dortmunder Osten, der nun um zweieinhalb Kilometer gewachsen ist. 1310 Meter davon liegen unter der Erde – im Tunnel unter Berghofen.

89 Mio. Euro hat die Gesamtstrecke gekostet. 63 Mio. Euro allein der Tunnel. Vor allem wurde dabei in die Sicherheit investiert. Angefangen von den 563 Spezialleuchten, die ihre Leuchtstärke automatisch an die äußeren Lichtverhältnisse anpassen, über die Lüftungsanlage für die konstante Frischluftversorgung bis zum ausgeklügelten Brandschutz und anderen Notfall-Einrichtungen.

All das können Interessierte noch bis Sonntag gebührend unter die Lupe nehmen. Denn zur Eröffnung lud Bauherr Straßen.NRW ab dem heutigen Samstag zu einem zweitägigen Tunnelfest. Die Röhre gehört dabei zunächst den Fußgängern, die einen 1,3 Kilometer langen Spaziergang unter Berghofen unternehmen können. Dem Ereignis angemessen kamen am Samstag aber natürlich auch reichlich Ehrengäste – allen voran Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und Landesverkehrsminister Oliver Wittke, die den Tunnel mittags mit einer Durchfahrt im Oldtimer offiziell eröffneten.

Freigegeben für den Autoverkehr wird der Tunnel dann am Montag um die Mittagszeit – wenn die Reste des Tunnelfestes beseitigt sind.

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