Auto-Poser am Phoenix-See: FDP will Zufahrten stark beschränken

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Ruhestörungen durch Auto-Poser und feierfreudige Besucher sind am Phoenix-See ein großes Problem. Jetzt hat sich auch die FDP des Themas angenommen und stellt neue Ideen vor.

Hörde

, 25.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Es ist hier teilweise unerträglich“, „Lärmbelästigungen bis in die frühen Morgenstunden“, „Ich habe Angst, dass die Kinder vor ein Auto laufen“, „Der See wird zum Schandfleck“ – Von solchen Anwohnerklagen berichtet die Dortmunder FDP.

Deshalb habe sich die stellvertretende Kreisvorsitzende Antje Joest jetzt der Probleme angenommen. Sie ist sachkundige Bürgerin im Ratsausschuss für Bürgerdienste, öffentliche Ordnung, Anregungen und Beschwerden.

Zuvor hatte bereits die CDU-Fraktion Maßnahmen gegen die ruhestörende Auto-Szene vorgestellt.

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„Obwohl den Anwohnern bewusst ist, dass der See ein öffentliches Ausflugsziel ist und daher naturgemäß mit Publikumsverkehr zu rechnen ist, sei nach allgemeiner Einschätzung die Situation in den letzten Wochen zunehmend eskaliert“, heißt es in einer Presseinfo.

„Deshalb brauchen wir ein Gesamtkonzept für den See. Polizei und Ordnungsamt versuchen seit Neuestem mit gezielten Aktionen, der Poser- und Tunerszene Herr zu werden. Aber allen ist klar: Das kann kein Dauerzustand sein“, sagt Antje Joest.

Antje Joest, stellvertretende Kreisvorsitzende der FDP

Antje Joest, stellvertretende Kreisvorsitzende der FDP © Sascha Menge

„Wir brauchen ein Gesamtkonzept für den Publikumsverkehr und zur Sicherung der Nachtruhe der Anwohner“. Der Ideenkatalog der FDP enthält Einbahnstraßen, Sackgassenregelungen, temporäre Anwohnerparkplätze und das Tauschen der Ein- und Ausfahrt des Phoenixsee-Parkhauses.

„Es wäre sinnvoller, die Zufahrtsströme über die Hermannstraße zum See zu leiten und die Phoenixseestraße sowie die Straße an den Emscherauen nachts und am Wochenende als Anliegerstraße zu deklarieren.“

Weitere Ideen, die die FDP zusammen mit den Anwohnern entwickelt hat, sind eine temporäre Sackgasse nachts und am Wochenende auf Höhe des Parkhauses.

Als eklatantes Problem bezeichnet die FDP auch Ruhestörungen durch dauerklingelnde und johlende E-Rollerfahrer, die bis in die frühen Morgenstunden um den See fahren. „Hier muss dringend eine nächtliche Beschränkung der Nutzung her und Erweiterungen in der Seesatzung“, so Joest. An Schlaf sei sonst kaum noch zu denken.

Eines sei ihr noch wichtig: „Wir wollen Positivschilder am See wie ‚Danke für das Einhalten der Nachtruhe‘. Vielen jungen und nicht ganz so jungen Besuchern sei vermutlich gar nicht richtig bewusst, dass es störend ist, wenn nachts gefeiert wird.

Ein Antrag zum Thema wurde am 16. Juni (Dienstag) im Ausschuss für Bürgerdienste, öffentliche Ordnung, Anregungen und Beschwerden gestellt. „Ich werde dafür sorgen, dass der nicht im Sande verläuft“, verspricht Antje Joest.

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