Aus Zwei mach Eins

Dorstfeld Zwei alte Lokalrivalen trafen aufeinander - SV Fortuna und DJK Karlsglück. Doch diesmal begegneten sie sich nicht "auffem Platz" - und von Rivalität war plötzlich keine Spur mehr.

08.07.2008, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Denn die beiden Dorstfelder Traditionsvereine sind zusammen gegangen. In trauter Eintracht begegneten sie sich bei der ersten Sitzung nach der Fusion. Ganz so als hätte es nie eine Rivalität gegeben: "Ganz so schlimm wie zwischen dem BVB und Schalke war es nie", beteuert Werner Rosenkranz, ehemaliger Vorsitzender des SV Fortuna. "Es war eine sportliche Rivalität", bekräftigt sein Kollege Reinhold Klüh. Er war erster Vorsitzender von DJK Karlsglück und übernimmt dieselbe Funktion im neuen Verein DJK Eintracht Dorstfeld. Die Fusion war vor allem aus sportlichen Gründen notwendig. "Karlsglück hat eine hervorragende Jugendabteilung und wir haben eine sehr gute Seniorenmannschaft", erläutert Werner Rosenkranz. "In letzter Zeit waren wir auf junge auswärtige Spieler angewiesen." Seit zwei Jahren konnte Fortuna keine eigene Jugendmannschaft zusammenstellen. "Jetzt können wir mit Dorstfelder Spielern antreten", schwärmt Rosenkranz. "Jetzt streiten wir uns auch nicht mehr um Trainingszeiten und wir behalten unseren Sportplatz", zählt Reinhold Klüh weitere Vorteile der Fusion auf. Doch wie schaut es mit den Nachteilen aus? "Es bedeutet schon ein Stück weit Verlust an Tradition", gesteht Rosenkranz. Man hofft, diese im neuen Verein fortführen zu können. Doch Probleme beim Zusammenschluss der Mannschaften entstanden keine: "Die Teams sind jetzt schon gut durchmischt", so Rosenkranz. Die alten Vorstände verstehen sich sehr gut und nehmen gleich neue Ziele in Angriff. Mittelfristig soll die erste Mannschaft in die Bezirksliga. Dann könnten sie möglicherweise auf einem der neuen Kunstrasenplätze spielen. nav

Lesen Sie jetzt