Dortmunder Landgericht

Aufruf zum Mord an Juden und Muslimen? 15-Jähriger steht vor Dortmunder Gericht

Ende April startet ein Prozess vor dem Dortmunder Landgericht, dessen Fall national für Aufsehen gesorgt hat: Ein damals 14-Jähriger soll zum Mord an Juden und Muslimen aufgerufen haben.
Der Aufruf zum Mord soll über den Messenger Whatsapp erfolgt sein. © picture alliance/dpa

Für die Verhandlung eines mittlerweile 15-Jährigen, der unter Verdacht steht, zum Mord an Juden und Muslimen aufgerufen zu haben, gibt es nun einen Prozesstermin.

Am 29. April soll das Verfahren am Dortmunder Landgericht beginnen. Der Fall hatte national für Aufsehen gesorgt, aufgrund des jungen Alters des Beschuldigten.

Aufruf zum Mord an Juden und Muslimen über das Internet

Mit gerade einmal 14 Jahren soll der Teenager aus Oer-Erkenschwick per Whatsapp dazu aufgerufen haben, Muslime in einer Moschee oder Juden in einer Synagoge umzubringen.

Noch bis zum Februar des vergangenen Jahres sammelte der damals 14-Jährige Feuerwerkskörper und Chemikalien, die er für einen möglichen Anschlag nutzen wollte.

Hinter den Absichten des Jungen stehen höchstwahrscheinlich rechtsradikale Motive. Die Ermittler fanden rechtsradikale Propaganda auf seinem Telefon und auf seinem Computer.

Aufgrund des Alters des Beschuldigten wird der Prozess unter völligem Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf informierte aber darüber, dass das Strafhöchstmaß in diesem Fall auch für einen Jugendlichen bei bis zu 10 Jahren liegt.

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