Tipps für Einkauf in Dortmund

Auf Einkaufstour: Mit diesen Geheimtipps kochen Sie richtig indisch

Was braucht man, um klassische indische oder tamilische Spezialitäten selbst zu kochen, und wo in Dortmund bekommt man dafür die Zutaten? Wir waren mit einem indischen Koch auf Einkaufstour.
Elefantenfuß-Yam oder Suran ist eine Wurzelknolle, die gerne mal die Größe eines Fußballs und ein Gewicht von drei Kilogramm erreicht. Die Wurzel lässt sich unter anderem als Fleischersatz einsetzen. © Schaper

Die indische und tamilische Küche bietet viel mehr als Reis, Curry und Chicken Madras. Vor allem zahlreiche Gewürze, besondere Obst- und Gemüsesorten, aber auch spezielle Getränke, die viele vermutlich noch nicht probiert haben, zeichnen die dortige Kochkunst aus.

Wir haben uns zusammen mit Mohideen Hanafi, Inhaber des Srilankischen und indischen Restaurants „Sweet Chili“ im Unionviertel, auf Entdeckungstour durch den TTS Asien Supermarkt in der Rheinischen Straße begeben.

Der Laden ist für seine tamilischen und indischen Spezialitäten bekannt. Der Begriff tamilisch kommt von den Tamilen, ein Volk, dessen Menschen vor allem im Süden Indiens und im Norden Sri Lankas leben.

Roter Reis sehr vitaminreich

Wer den Supermarkt betritt, der kommt an der großen Auswahl an Reis nicht vorbei. In sämtlichen Formen und Farben kann man das Getreide kaufen. „Der rote Reis beispielsweise ist besonders für Menschen geeignet, die nicht so viel Zucker zu sich nehmen dürfen, da er viele Proteine und Vitamine enthält“, erklärt Hanafi.

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Auf Erkundungstour nach indischen Spezialitäten

Direkt daneben liegt der Matta-Reis, der häufig in Indien zu Lamm-, Rind- oder Wildfleisch gegessen wird. Etwas weiter im Regal stoßen wir dann auf Reismehl. Wenn man hier etwas Wasser dazugibt, dann entstehen Flocken. Diese lassen sich dann mit süßen, aber auch herzhaften Speisen kombinieren, sagt der Restaurantchef.

Tamarind zu vegetarischen Speisen und Fisch

Dann sind wir auch schon beim Obst und Gemüse angelangt. Das Zusammenspiel aus Ingwer und Knoblauch darf in indischen Gerichten nie fehlen, meint Hanafi mit einem Schmunzeln. Dann hat er rote Bananen in der Hand und beschreibt, dass diese vitaminreicher als die hierzulande üblichen gelben ihrer Art sind.

Weiter geht es mit Duftblättern. Wie der Name schon sagt, verleihen sie dem Essen eine besondere Note. Mitessen sollte man sie aber lieber nicht. Dann stoßen wir auf Tamarind, die auch als Sauerdattel bekannt ist. „Der Saft der Frucht passt am besten zu vegetarischen Speisen oder zu Fisch“, erklärt er beim Rundgang und weist anschließend auf den weißen Kürbis hin, den man entweder für ein Curry nehmen kann oder für Süßspeisen.

Wenn ein Löffel ausreicht

Im nächsten Gang stoßen wir auf eine riesige Auswahl an Linsen, Kichererbsen und Bohnen. Davor liefen wir beim typisch indischen Weizen- und Roggenmehl vorbei, aus dem das indische Fladenbrot Chapati, hergestellt wird.

Wer im TTS-Supermarkt einkaufen geht, der kommt an der Vielzahl von Saucen und Pasten nicht vorbei. Hier reiche oft schon ein Löffel aus, um einer Speise den jeweiligen Geschmack zu verleihen, sagt Hanafi. Es gibt Pasten für vegetarische Gerichte, Fleisch- oder auch Fischspeisen. In manchen Saucen ist auch schon Gemüse drin – wie zum Beispiel in Sambar. Auf der Basis von Linsen und Tamarinden hergestellt, wird es häufig zu Reis serviert.

Kaffee aus Ingwer, Zimtstangen und Kardamom

Nun zu den Gewürzen: An einer ganzen Regalwand sind diese aufgebaut. Kardamom, Nelken, Kurkuma, Kreuzkümmel, Muskat – alles, was die Nase begehrt – findet man hier. Da darf Curry natürlich nicht fehlen. „Mit dem Jaffna Curry Pulver arbeiten wir in unserem Restaurant und es ist auch in Sri Lanka weit verbreitet“, erklärt der Restaurant-Chef.

Aber auch für den Snack zwischendurch findet man etwas in dem Laden. Papadam – ein dünner frittierter Fladen – gibt es in den unterschiedlichsten Sorten. Bei den Heißgetränken hebt Hanafi besonders den Kaffee aus Sri Lanka hervor. Dieser sei viel feiner als die deutsche Variante und werde mit trockenem Ingwer, Zimtstangen und Kardamom hergestellt.

Zum Schluss stoßen wir auf spezielle Cremes, Seifen und andere Hygieneartikel. Und der Besitzer des Sweet Chili erklärt eine Besonderheit von Sesamöl: „Das kann man trinken, zum Braten benutzen aber auch auf die Haut tun.“

Zur Sache

Asiatische Supermärkte in Dortmund

  • Direkt neben dem TTS Asien Supermarkt in der Rheinischen Straße 52 befindet sich der Fischmarkt Suresh, der bei Asiaten für den frischen Fisch beliebt ist und auch weitere Produkte führt.
  • In der Rheinischen Straße 79 befindet sich zudem TKS Bestfoods, der auch vor allem Typisches aus der indischen und tamilischen Küche enthält.
  • Weitere Anlaufstellen für asiatische Spezialitäten sind der Supermarkt „Tain Kim Heng“ in der Hohen Straße 62 oder auch „go asia – Asien Supermarkt“ (Westenhellweg 70-84, im Untergeschossen von Galeria Kaufhof).
  • Bei go asia bekommt man vor allem eine gute Auswahl an chinesischen Produkten. Bei Tain Kim Heng ist die komplette asiatische Küche abgedeckt.
  • Weitere Anlaufstellen für asiatische Spezialitäten sind: Himalayas Asian Supermarkt in der Hansastraße 7-11; der Hoa-An Asia Markt in der Münsterstraße 172-190.

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