Der bekannte Street-Art-Künstler Thomas Baumgärtel bei der Arbeit am Dortmunder Impfzentrum, beobachtet von Impfwilligen, die vor dem Haupteingang Schlange stehen © Thomas Thiel

Auf dieses Graffito ist Dortmunds Impfzentrum mächtig stolz

An Dortmunds Impfzentrum prangen viele unerwünschte Graffiti - doch über das neueste direkt neben dem Eingang freuen sich alle. Denn es ist eine Auszeichnung von einem weltbekannten Künstler.

Die rostbraune Wand der „Warsteiner Music Hall“ ist gepflastert mit Graffiti – seit Jahrzehnten die Signatur urbaner Orte wie es eine Konzerthalle in Deutschlands neuntgrößter Stadt nun einmal ist.

Seit Mittwoch (12.5.) ist die Wand um ein Graffito reicher, an prominenter Stelle direkt neben dem Eingang. Doch während die anderen Schriftzüge am Gebäude bestenfalls hingenommen werden, ist man bei diesem Exemplar mächtig stolz.

Der Künstler und sein Werk: Thomas Baumgärtel prüft, ob die Farbe seiner Impfbanane am Dortmunder Impfzentrum auf Phoenix-West schon trocken ist.

Der Künstler Thomas Baumgärtel – weltweit bekannt für seine gelben Bananen, die er an Kultureinrichtungen wie das Museum of Modern Art in New York oder das Folkwang-Museum in Essen sprüht – ist nach Hörde gekommen, um das Gebäude mit einer Corona-Variante seiner Bananen zu versehen.

Seit Monaten fährt er durch Deutschland, um sie an Orte zu sprühen, die sich besonders verdient gemacht haben um den Impffortschritt im Land. Bereits über 65 Gebäude in fast 40 Städten sind bereits zu dieser Ehre gekommen, das Impfzentrum auf Phoenix-West ist nach der LWL-Klinik in Aplerbeck der zweite „Impfbananen“-Ort in Dortmund.

„Das ist ein gesprühtes riesiges Dankeschön“, sagt Baumgärtel. „Und es ist eine Aufforderung, sich impfen zu lassen, damit wir alle zurück zur Freiheit kommen.“

Sein Dank kommt an. „Das ist ein Zeichen der Wertschätzung“, sagt Impfzentrumsleiterin Beate Bachmann, „das freut mich vor allem für mein Team!“

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Redaktion Dortmund
1984 geboren, schreibe ich mich seit 2009 durch die verschiedenen Redaktionen von Lensing Media. Seit 2013 bin ich in der Lokalredaktion Dortmund, was meiner Vorliebe zu Schwarzgelb entgegenkommt. Daneben pflege ich meine Schwächen für Stadtgeschichte (einmal Historiker, immer Historiker), schöne Texte und Tresengespräche.
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Thomas Thiel

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