Auf Bang-Boom-Bang-Tour durch Dortmund

Kultfilm

Die Drehorte eines Kultfilmes sind mit Pilgerorten vergleichbar. Auch Dortmund hat solche Orte: Pferderennbahn, Flughafen oder Polizeipräsidium. Sie sind Bestandteil der Kultkomödie Bang Boom Bang und neuerdings auch der offiziellen Tour zum Film. Wir sind mitgefahren.

DORTMUND

von Von Thilo Kortmann

, 03.04.2012, 14:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf Bang-Boom-Bang-Tour durch Dortmund

Der Schauspieler Ralf Richter will einen neuen Ruhrgebietsfilm drehen.

 „Bang Boom Bang ist einer der besten Filme aller Zeiten“, meint der Dortmunder Frank Grabowski, während der Bus auf dem Parkplatz der Galopprennbahn in Wambel hält.Nur wenige Minuten dauert die Pferderennbahn-Szene im Film von 1999, lang genug aber, um sich fest ins Gedächtnis eingebrannt zu haben. „Allah, Allah, der Pferd heißt Horst“ schallt es durch den Bus. Im Film setzt der Informant auf der Galopprennbahn statt der gewünschten 25 Mäuse, einfach das gesamte Geld auf Horst.

 Und nicht nur der Film hat seine Helden, sondern am Samstag auch die Tour. Zum Hauptdarsteller avancierte Jörg Edling aus Borken. Am alten Flughafen-Gebäude in Wickede, wo im Film eine Geldübergabe stattfindet, war plötzlich die Luft raus, da steckte eine fünf Zentimeter lange Schraube im platten Reifen des Busses. Edling, gelernter Kfz-Mechaniker, wechselte den Reifen fachmännisch aus und sicherte so die Weiterfahrt bis zur letzten Station Polizeipräsidium an der Hohe Straße und anschließendem Tour-Abschluss-Getränk in der Kneipe Balke. „Jörg hat aus der Tour ein todsicheres Ding gemacht“, findet Max Wichelmann aus Gütersloh.  

 Start der Tour war am Samstagnachmittag in Castrop-Rauxel, wo Film und Quiz auf die Tour einstimmten. Anschließend ging es zu den Drehorten in Unna, zum Sportplatz, Keek’s Wohnhaus und der Videothek „Franky’s Video Power“ in der Buderus-Siedlung in Unna.  Dort spielt sich nach Meinung von Teilnehmer Markus Pickhinke aus Münster einer der Höhepunkte des ganzen Films ab: „Wenn Hauptdarsteller Keek aus seinem Haus in der Buderus-Siedlung kommt, in seinen Ford Taunus mit Nummernschild DO-PE 69 steigt und die 100 Meter zu Franky’s Video Power fährt. Das ist schon saucool.“ Die Videothek ist heute einer Bäckerei gewichen, da gibt es statt Videos jetzt Bang-Boom-Bang-Brötchen.  

Bis zum Sommer ausgebucht
Die Idee zu der Bang-Boom-Bang-Tour stammt von Achim Leder aus Castrop-Rauxel, nachdem er im Rahmen eines Junggesellen-Abschieds die Drehorte besucht hatte. Bis zum 30. Juni sind alle Fahrten bereits ausgebucht. 

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