Auch ein Masseur hat wegen der Corona-Pandemie kaum noch Kunden

dzMobile Massage

Dem Dortmunder Masseur Siegfried Tiburzy bleiben seit Beginn der Corona-Pandemie die Kunden fern. Seine Rente bessert er nun mit einem ganz anderen Job auf.

Derne

, 14.09.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit „Siggi‘s mobiler Wellnessmassage“ ist der medizinische Masseur Siegfried Tiburzy aus Derne seit 2012 in Dortmund und Umgebung unterwegs. Massageliege, Aromaöl, Heizdecke und entspannende Musik helfen ihm, seine Frührente aufzubessern.

Tiburzys kleines Massagestudio ist vollständig mobil und lässt sich problemlos im Auto verstauen. „Ich fahre zu den Leuten raus, auch weitere Strecken. Die Mitarbeiter einer Firma in Gevelsberg habe ich alle 14 Tage massiert“, sagt er. Denn nicht nur für einzelne Privatpersonen bietet der selbstständige Masseur Termine an, sondern auch für ganze Unternehmen.

Massage mit Mundschutz und Handschuhen

Bis zu 400 Euro im Monat darf Tiburzy mit drei Stunden Arbeit am Tag dazuverdienen. „Ich hatte immer genug Kunden“, sagt er. Bis irgendwann zwischen Ende Februar und Mitte März jedenfalls. Dann kam das Coronavirus.

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„Abstand zu halten geht bei einer Massage ganz schlecht“, sagt Tiburzy und schmunzelt dabei, trotz der aktuell schwierigen Situation, ein bisschen. „Mit Mundschutz und Handschuhen würde es vielleicht gehen. Aber es ist eine körperlich anstrengende Arbeit. In einem Schutzanzug oder Ähnlichem würde ich mich kaputtschwitzen.“

Keine Kunden seit Mitte März

Aber auch mit einem Hygiene-Konzept bleibt ein weiteres Problem: Es melden sich keine Kunden mehr. „Die Leute haben Angst, sich anzustecken“, sagt Tiburzy. Dabei habe er im Februar sogar noch einige neue Kunden gehabt.

„Die habe ich dann aber nur ein einziges Mal massieren können, bevor das mit den Kontaktbeschränkungen losging“, erinnert er sich. Seit Mitte März lasse sich sein Kundenaufkommen ziemlich einfach zusammenfassen: „Gar nichts.“ Aktuell habe er eine einzige Interessentin für einen wöchentlichen Termin. „Das sind große finanzielle Einbußen“, sagt Tiburzy.

Abwechslungsreiches Berufsleben

Weil es mit den Massagen momentan so schlecht läuft, arbeitet der Derner zusätzlich als Haustechniker für eine Firma in Dorstfeld. Sein Berufsweg ist ohnehin das Gegenteil von geradlinig. Vom gelernten Sanitäter führte er über die Arbeit bei der Feuerwehr zum Elektriker und erst danach zur Wellness-Massage. „1988 habe ich die Umschulung zum Masseur gemacht“, sagt Tiburzy.

Mittlerweile hat er in diesem Bereich mehr als 30 Jahre Berufserfahrung. Bis er 2008 mit 47 Jahren Frührentner wurde, war er als Masseur im Gesundheitshaus angestellt.

Mehr Informationen zu „Siggi‘s mobiler Wellnessmassage“ gibt es auf Siegfried Tiburzys Internetseite. Tiburzy bietet klassische Massagen, verschiedene Wellness-Massagen, Bürstenmassagen und Aromaölmassagen an. Geschenkgutscheine gibt es ebenfalls.
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