Wintereinbruch in Dortmund

Auch am Montag keine Busse und kaum Bahnen in Dortmund

Zum Start in die neue Woche gibt es in Dortmund erhebliche Einschränkungen im Nahverkehr. Bus und Bahn werden wegen Eis und Schnee auch am Montag (8.2.) gar nicht oder eingeschränkt fahren.
Schon am Sonntag kam der Stadtbahn-Verkehr im Laufe des Tages zum Erliegen. © Schaper

Schon am Sonntag (7.2.) blieben die Busse von DSW21 wegen Eis und Schnee auf den Straßen im Depot. Die Stadtbahnen fuhren nur sehr eingeschränkt, starten später oder stellten am Nachmittag auf den oberirdischen Strecken den Betrieb teilweise ein. Und so wird es wohl auch am Montag (8.2.) weitergehen, wie DSW21 ankündigt.

„Nachdem sich die Situation bereits im Laufe des Sonntags mehr und mehr verschlechtert hatte und für die Nacht weitere Schneefälle bei klirrendem Frost bis zu minus 10 Grad Celsius angekündigt sind, wird am Montagmorgen lediglich ein stark reduziertes Stadtbahnangebot zur Verfügung stehen“, kündigt DSW21 am Sonntagnachmittag an. Alle Busse blieben zunächst im Depot.

„Wir arbeiten unter Hochdruck daran, unseren Fahrgästen ein Mindestangebot zur Verfügung zu stellen“, sagt Michael Diekhans als stellvertretender Betriebsleiter bei DSW21. „Allerdings können wir nur das auf Straße und Schiene bringen, was verantwortbar ist. Oberste Priorität habe die Sicherheit der Fahrgäste und Mitarbeitenden. „Und die können wir angesichts der Verhältnisse aktuell nicht überall gewährleisten“, erklärt Diekhans.

Stadtbahn-Verkehr nur eingeschränkt

Schon nach dem Wintereinbruch am Sonntagmorgen musste DSW21 vor Eis und Schnee weitgehend kapitulieren. Durch die Mischung aus Schnee und Eisregen waren die Straßen teilweise spiegelglatt, die Spuren und Weichen der Stadtbahnlinien zugefroren und Oberleitungen zum Teil vereist.

„Dort, wo sich Stadtbahn und Straßenverkehr den Raum teilen, insbesondere auf der Ost-West-Strecke, schiebt der Räumdienst immer wieder Schnee und Eisplatten in die Gleise“, berichtete DSW-Sprecher Frank Fligge. „Im Brackeler Feld blieb eine Stadtbahn stecken und drohte sogar einzuschneien.“

Die Stadtbahnlinien fuhren nach Problemen in den frühen Morgenstunden zumindest eingeschränkt, am Nachmittag musste der Verkehr dann weiter reduziert werden, weil anhaltender Schneefall und die Schneeverwehungen die oberirdischen Strecken behinderten.

Aktuelle Planungen für Montag

Mit den Einschränkungen von Sonntagnachmittag versucht man bei DSW21 auch am Montag, den Stadtbahn-Verkehr teilweise aufrecht zu erhalten. Das bedeutet, dass die Bahnen voraussichtlich auf folgenden Strecken fahren werden:

  • U41 zwischen Clarenberg und Fredenbaum
  • U42 zwischen Brunnenstraße und Hombruch
  • U43 auf dem Innenstadt-Abschnitt zwischen Westentor und Lippestraße
  • U44 zwischen Westfalenhütte und Betriebshof Dorstfeld
  • U45/46 Brügmannplatz bis Westfalenhalle
  • U47 Hafen bis Westendorfstraße in Aplerbeck
  • U49 Leopolstraße bis Hacheney

Vereiste Rolltreppen nicht in Betrieb

Ein weiteres Problem: Viele Rolltreppen an den U-Bahn-Stationen und Haltestellen sind vereist und deshalb nicht in Betrieb. „Die Witterungsbedingungen sind so extrem wie seit Jahren nicht mehr“, sagt Michael Diekhans.

Der DSW-Mann verspricht Abhilfe: „Uns ist völlig klar, dass viele Dortmunderinnen und Dortmunder auf Busse und Bahnen angewiesen sind. Deshalb arbeiten wir mit voller Kraft daran, die Lage in den Griff zu bekommen“, erklärt Diekhans. „Wir bitten aber auch um Verständnis dafür, dass wir keinerlei Risiken eingehen können. Linien zu bedienen, die nicht gefahrlos zu befahren sind, wäre falscher Ehrgeiz.“

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