Arbeitsmarkt in Dortmund: Ein Problem wird immer größer

Zahlen im April

Der Arbeitsmarkt in Dortmund bleibt im April trotz Pandemie stabil, melden Arbeitsagentur und Jobcenter. Doch in wichtigen Bereichen sind die Zahlen besorgniserregend hoch.

Dortmund

, 29.04.2021, 17:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Corona-Krise hat zu Umwälzungen in der Wirtschaft geführt. Der Arbeitsmarkt in Dortmund zeigt sich aber weiterhin äußerlich stabil.

Die Corona-Krise hat zu Umwälzungen in der Wirtschaft geführt. Der Arbeitsmarkt in Dortmund zeigt sich aber weiterhin äußerlich stabil. © dpa

Die Agentur für Arbeit in Dortmund teilt zum Monatsende mit: „Trotz Pandemie und dem damit einhergehenden Lockdown ist die Arbeitslosigkeit im April weiter gesunken.“

Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen sei in Dortmund um 340 oder 0,9 Prozent auf aktuell 37.908 zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote sinkt dadurch um 0,1 Prozentpunkte auf 11,9 Prozent. Im April 2020 lag der Wert bei 11,2 Prozent.

Jüngere Menschen profitieren von Frühjahrsentwicklung

Profitiert von der positiven Entwicklung im Frühjahr hätten insbesondere junge Menschen unter 25 Jahren. „Viele junge Menschen, die gerade ihre duale Berufsausbildung abgeschlossen haben, konnten nach kurzer Arbeitslosigkeit eine neue Anstellung finden“, sagt Heike Bettermann.

Heike Bettermann, Chefin der Arbeitsagentur, sagt: „Trotzdem hat uns die Coronakrise noch immer fest im Griff, und die Kurzarbeit stabilisiert den Arbeitsmarkt maßgeblich.“

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen bereitet Sorgen

Denn es gibt auch einen Bereich, der den Verantwortlichen in Dortmund Sorgen bereitet. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im April erneut um 373 auf 18.516 Personen gestiegen.

Innerhalb der Gesamtzahl der arbeitslosen Menschen gilt nahezu die Hälfte (48,8 Prozent) als langzeitarbeitslos.

„Aufgrund der geringen Arbeitskraftnachfrage kann die Langzeitarbeitslosigkeit vielfach nicht beendet und auch nicht unterbrochen werden. Gerade Arbeitsmöglichkeiten für Geringqualifizierte fallen der Pandemie vielfach zum Opfer, etwa im Gastgewerbe oder im Handel“, sagt Dr. Regine Schmalhorst, Geschäftsführerin im Jobcenter Dortmund.

Stagnation auf dem Ausbildungsmarkt

Der Ausbildungsmarkt in Dortmund kommt durch die anhaltenden Corona-Folgen ins Stocken. Es gibt weniger Stellen als im Vorjahr, es melden sich weniger Jugendliche bei der Berufsberatung als Bewerber.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind laut Arbeitsagentur 1.501 junge Menschen noch ohne Zusage für ihre berufliche Zukunft. Die Quote bei der Jugendarbeitslosigkeit liegt wieder unter 10-Prozent-Grenze (9,7 Prozent).

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Auf einem hohen Niveau liegt trotz eines leichten Rückgangs im April die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung. Darunter werden auch Personen erfasst, die einer Beschäftigung nachgehen, aber dennoch auf staatliche Unterstützung angewiesen sind.

Insgesamt sind im April 48.706 Personen in der Unterbeschäftigung registriert (340 weniger als im März). Das entspricht einer Quote von 14,8 Prozent.

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