Anwohnerin des Vinckeplatz muss weiter auf Müllberge blicken

dz„Müll-Detektive“

Die Recycling-Container am Vinckeplatz sind seit Jahren ein Problemfall. Immer wieder werden dort Abfallberge abgelegt. Neue „Müll-Detektive“ der EDG sollten das Problem eigentlich angehen.

Kreuzviertel

, 29.07.2020, 20:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn Sabine Lakei aus dem Fenster ihrer Wohnung im Kreuzviertel schaut, dann erblickt die Dortmunderin regelmäßig böse Überraschungen auf der gegenüberliegenden Straßenseite am Vinckeplatz.

Immer wieder laden Unbekannte rund um die Recycling-Container dort Unmengen von Müll ab. Über Nacht werden regelmäßig die Glas-, Stoff-, und Papierdepots bis zur Oberkante hin befüllt, anderer Müll wird direkt daneben abgelegt.

Erst in der vergangenen Woche war wieder einmal der Ausnahmezustand erreicht, wie Sabine Lakei schildert. „Der Altpapiercontainer war völlig überfüllt, zahlreiche Kartons auf dem Container und daneben abgestellt. Bei dem Altkleidercontainer war's genauso“, erzählt Lakei. Neben dem Container hatte man außerdem mehrere ausrangierte Reisekoffer abgestellt.

Seit 2012 die Vermüllung dokumentiert

Und Sabine Lakei machte das, was sie seit rund acht Jahren regelmäßig macht: Sie dokumentierte die Sauerei in Bildern und wandte sich an die Entsorgungsbetriebe Dortmund (EDG).

Die Sauerei hat der Entsorger mittlerweile beseitigt. Ebenso wie immer. Nur ist das Problem damit nicht aus der Welt. „Vinckeplatz ist und bleibt ein Stinkeplatz“, sagt Sabine Lakei.

Eine Verbesserung dieser Situation habe sie sich vom Eingreifen des „Ermittlungsdienst Abfall“ erhofft, aber am Vinckeplatz sei offenbar noch niemand der neuen Eingreiftruppe von EDG und der Stadt Dortmund aktiv geworden.

Neue Kollegen noch nicht im Dienst

Petra Hartmann, Pressesprecherin der EDG, bestätigt das, was Sabine Lakei vermutet: „Am Vinckeplatz kann noch kein Mitarbeiter des Ermittlungsdienstes gewesen sein. Ebenso wenig an einem anderen Container-Standort. Denn die Mitarbeiter sind bisher nicht im Außendienst.“

Es sei zwar geplant gewesen, dass die neuen Müll-Detektive bereits ab 1. Juli auf Streife gingen, aber der Termin sei nicht zu halten gewesen. Es habe Verzögerungen gegeben bei der Einstellung der neuen Kollegen.

Grund dafür seien die Einstellungsmodalitäten der Stadt Dortmund gewesen. „Außerdem musste auch erst einmal Bewerber für die neuen Stellen gefunden werden“, so Hartmann.

Noch keine Dienstpläne

Bevor die Eingreiftruppe ermitteln kann, durchliefen die städtischen Mitarbeiter noch Schulungen und danach würden erst Dienstpläne für den Außendienst erstellt. Bei der EDG warte man auch auf den Einsatz der Kollegen, aber hier gebe die Stadtverwaltung das Tempo vor.

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