Rund 120 Menschen demonstrierten am Freitagabend in Dortmund gegen die nächtliche Ausgangssperre. © Oliver Schaper
Gegen Ausgangssperre

Antifa demonstriert am Freitagabend in der Dortmunder City

Rund 120 Menschen aus dem Umfeld der Antifa haben am Freitagabend in der Dortmunder City demonstriert. Sie protestierten gegen die nächtliche Ausgangssperre und für eine Alternative.

Mit einer spontanen Versammlung haben laut Schätzung der Polizei rund 120 Menschen aus dem Umfeld der Antifa am Freitagabend gegen die nächtliche Ausgangssperre demonstriert. Die Ausgangssperre ist Teil des vom Bundestag beschlossenen Infektionsschutzgesetzes und greift in Dortmund erstmals am Samstag um 0 Uhr.

Die Strecke der spontanen Versammlung von etwa 19.15 Uhr bis etwa 19.50 Uhr führte vom Dortmunder U über die Kampstraße, die Brückstraße, die Münsterstraße und die Mallinckrodtstraße zum Nordmarkt. Dort löste sich die Demonstration schließlich auf.

„Solidarischer Lockdown“

Auf einem Plakat der Demonstrierenden war zu lesen: „Nachts eingesperrt aber tagsüber anstecken auf der Arbeit? Schluss damit!“ Die Demonstration sprach sich so laut dem Twitter-Kanal der Autonomen Antifa 170 „für einen solidarischen Lockdown“ aus.

Gefordert wurden oder anderem strengere Maßnahmen für „Produktion und Wirtschaft“ und eine Reduzierung bestimmter Einschränkungen im Privatbereich. Auch eine Freigabe der Patente auf Corona-Schutzimpfungen forderten die Demonstrierenden.

Die Polizei und das Ordnungsamt begleitet die unangemeldete Demonstration. Nennenswerte Zwischenfälle oder Verletzte gab es laut der Polizei nicht. Es sei allerdings eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz gestellt worden.

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Redaktion Dortmund
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