Der Demo-Zug auf Höhe der Ofenstraße. © Thomas Thiel
Jahrestag des Kriegsendes

Anti-Nazi-Demo mit über 200 Teilnehmern zog in die Nordstadt

In Dorstfeld protestierten am Nachmittag über 300 Demonstranten gegen Rechtsextremismus. Im Anschluss zog ein Teil von ihnen zu Fuß in die Nordstadt. Das Demo-Geschehen ist offiziell beendet.

Aktualisierung 18.30 Uhr:

Vor Ort hat sich das Demonstrationsgeschehen aufgelöst. Via Twitter kündigt die Polizei Dortmund an, sich zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu Details des Demonstrationstages zu äußern. Unter anderem gibt es Augenzeugenberichte über Pfefferspray-Einsatz und Festsetzungen einzelner Personen.

Sobald weitere Informationen vorliegen, finden Sie diese an dieser Stelle. Die Live-Berichterstattung beenden wir an dieser Stelle.

Aktualisierung 18.05 Uhr:

Die Demonstration hat nach rund eineinhalbstündigem Fußmarsch gegen kurz vor 18 Uhr den Nordmarkt erreicht. Viele Teilnehmende ruhten sich nach dem langen Weg aus Dorstfeld auf den Bänken in der Grünanlage an der Mallinckrodtstraße aus.

Dort ist die Veranstaltung nach kurzer Abschlusskundgebung für beendet erklärt worden.

Aktualisierung 17.40 Uhr:

Die aktuelle Position der Demonstration ist die Leopoldstraße.



Aktualisierung 17.20 Uhr:

Die ersten Ausläufer der Dortmunder Nordstadt sind bereits erreicht. Rund 200 Menschen befinden sich in Polizeibegleitung an der Unionstraße/Treibstraße.

Nach bisherigen Informationen ist der Nordmarkt das Ziel der spontanen Demonstration.

Aktualisierung 16.50 Uhr:

Der Demonstrationszug besteht aus rund 200 Personen. Nun steht fest: Ihr Weg in Richtung Nordstadt wird nicht über den Wall führen. Aller Voraussicht nach wird der Weg deshalb über die Unionstraße führen.

Aktualisierung 16.25 Uhr:

Von Dorstfeld aus machen sich rund 150 bis 200 Demonstrierende gerade auf dem Weg in die Dortmunder Nordstadt. Wohin die Demonstration genau führen soll, ist derzeit noch nicht bekannt.

Die Gruppe läuft über die Rheinische Straße. Dort wird in Kürze der Verkehr der Stadtbahn-Linien U 43 und U 44 zeitweise unterbrochen. Ob die Demonstration auch über den Wall führt, ist noch offen

Ursprüngliche Meldung 15.30 Uhr

Zum 76. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs demonstrieren derzeit laut Polizeiangaben über 300 Menschen gegen Rechtsextremismus. Das sind mehr als doppelt so viele, wie im Vorfeld erwartet wurden. Die Demonstration unter dem Motto „Kampf dem Faschismus – damals wie heute“ wurde von der Antifa angemeldet.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz und zeigt rund um den Wilhelmplatz deutlich Präsenz. Die Wittener Straße am Platz ist derzeit gesperrt. Auch einige Dutzend Meter weiter den Hellweg nach Osten standen gegen 14.30 Uhr ein Dutzend Bereitschaftspolizisten und riegelten die Thusneldastraße ab. Dort liegt ein Haus, in dem mehrere Neonazis wohnen.

Die Stimmung auf dem Wilhelmplatz ist weitgehend friedlich. Lediglich als gegen 14.40 Uhr plötzlich über 50 Demo-Teilnehmer aus Bochum in einem kleinen Demozug am Wilhelmplatz ankamen, gab es kurzzeitig Aufregung. Es kam vereinzelt zu Zusammenstößen zwischen Demo-Teilnehmern und Polizei.

Die Polizei kontrollierte am Samstagnachmittag eine kleine Gruppe Neonazis.

Während der Kundgebung wurde wiederholt auf die Corona-Schutzmaßnahmen hingewiesen. Die Teilnehmer tragen alle Masken und halten größtenteils den Mindestabstand ein.

Zwischen zwei Redebeiträgen wurde auf der Demo durchgesagt, dass vor dem Nordpol in der Nordstadt, einem beliebten Treff der linken Szene, rund zehn Neonazis aufgetaucht seien. Die Polizei kontrollierte die Rechtsextremen. Weitere Details wurden bisher nicht bekannt.

Gegen 15.50 Uhr kam es wiederholt zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten. Die Polizei setze Pfefferspray ein.

Die Demo in Dorstfeld hat eine Spontandemo bei der Polizei angemeldet. Um etwa 16.08 Uhr zogen die Teilnehmenden los – ihr Ziel ist die Nordstadt.

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Redaktion Dortmund
1984 geboren, schreibe ich mich seit 2009 durch die verschiedenen Redaktionen von Lensing Media. Seit 2013 bin ich in der Lokalredaktion Dortmund, was meiner Vorliebe zu Schwarzgelb entgegenkommt. Daneben pflege ich meine Schwächen für Stadtgeschichte (einmal Historiker, immer Historiker), schöne Texte und Tresengespräche.
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Thomas Thiel
Freier Mitarbeiter
1990 im Emsland geboren und dort aufgewachsen. Zum Studium nach Dortmund gezogen. Seit 2019 bei den Ruhr Nachrichten. Findet gerade in Zeiten von Fake News intensiv recherchierten Journalismus wichtig. Schreibt am liebsten über Soziales, Politik, Musik, Menschen und ihre Geschichten.
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Redaktion Dortmund
Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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Felix Guth
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