Verteidiger Marco Ostmeyer kündigte eine Erklärung des Beschuldigten an. © Martin von Braunschweig
Landgericht Dortmund

Angriffe im religiösen Wahn: 33-jähriger Mann soll in die Psychiatrie

Im Zustand religiöser Wahnvorstellungen soll ein 33-jähriger Mann aus Bangladesch in der Dortmunder Nordstadt Passanten angegriffen haben. Jetzt droht ihm die Unterbringung in der Psychiatrie.

Die Staatsanwaltschaft geht bereits im Vorfeld der Verhandlung vor der 34. Strafkammer des Landgerichts davon aus, dass der Beschuldigte für seine Taten nicht im klassischen Sinn bestraft werden kann. Der 33-Jährige sei zur Tatzeit schuldunfähig gewesen, heißt es.

Zur Tatzeit schuldunfähig

Weil aber ohne eine Behandlung in Zukunft weitere Straftaten zu erwarten wären, möchte die Staatsanwaltschaft die Einweisung des Mannes in die geschlossene Psychiatrie erreichen. Bis zu einem Urteil werden allerdings noch Monate vergehen.

Laut Staatsanwaltschaft hat der Beschuldigte in den Jahren 2019 und 2020 mindestens neun Menschen attackiert und dabei entweder geschlagen, getreten oder mit dem Tod bedroht. Einige der Opfer gehören der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas an. Andere trugen Schmuck mit christlichen Symbolen, was den 33-Jährigen aufgebracht haben soll. Mehrere Personen erlitten bei den Übergriffen Platzwunden und Prellungen.

Platzwunden und Prellungen

Zu Prozessbeginn hat sich der Beschuldigte noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Sein Verteidiger Marco Ostmeyer kündigte jedoch für einen der kommenden Verhandlungstage eine Erklärung an.

Seit seiner Festnahme im September 2020 wird der 33-Jährige bereits in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik behandelt.

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