Angriff auf „Thor Steinar“-Laden in der Dortmunder Innenstadt

dzBrüderweg

Am Brüderweg hat es am Montag einen Angriff auf das bei Rechtsextremen beliebte Bekleidungsgeschäft „Tønsberg“ gegeben. Hat das Auswirkungen auf die Demo?

Dortmund

, 21.10.2019, 15:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Geschäft der Marke „Thor Steinar“ ist am Montag (21.10.) von Unbekannten angegriffen worden. Seit der Eröffnung Ende August steht das Geschäft im Fokus von Protesten, da „Thor Steinar“ im rechtsextremen Milieu sehr beliebt ist und befürchtet wird, dass sich hier ein neuer Treffpunkt für Rechtsextreme in Dortmund bildet.

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Die Polizei Dortmund bestätigte den Angriff, von dem zuerst bei Twitter zu lesen war, am Montagnachmittag und veröffentlichte später eine Pressemitteilung. Der Staatsschutz der Kriminalpolizei Dortmund ermittelt.

Unbekannte zünden Böller und verteilen stinkende Flüssigkeit

Nach ersten Erkenntnissen haben zwei Männer gegen 12.05 Uhr das Geschäft am Brüderweg betreten und einen Feuerwerkskörper gezündet. Danach verteilten sie mit einem Feuerlöscher eine übel riechende Flüssigkeit im Ladenlokal. Um welche Flüssigkeit es sich handelte, ist noch nicht bekannt. Anschließend warf einer der Täter den Feuerlöscher in Richtung einer Mitarbeiterin, verfehlte sie jedoch.

Die Polizei sucht Zeugen für den Vorfall. Es entstand ein geschätzter Sachschaden in fünfstelliger Höhe. Das Duo flüchtete über den Brüderweg in Richtung Innenstadt.

Polizei sucht nach Zeugen

Zeugen beschreiben die beiden Männer wie folgt:

  • etwa 1,70 bis 1,80 m groß,
  • normal gebaut, dunkel gekleidet,
  • beide hatten ihren Jackenkragen ins Gesicht gezogen, trugen eine Baseballkappe beziehungsweise Kapuze und sprachen akzentfreies Deutsch.

Zeugen sind aufgerufen, sich auf der Kriminalwache in Dortmund unter (0231) 132 74 41, zu melden.

Für den weiteren Montag (21.10.) ist wie in den vergangenen Wochen eine Demonstration gegen „Tønsberg“ angekündigt. Die Attacke hat nach Aussagen der Polizei keine Auswirkungen auf die Demo-Anmeldung.

Bereits kurz nach der Eröffnung hatten Unbekannte Farbbeutel auf das Firmenschild des Geschäfts geworfen.

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