An die Frauen der Bergleute hat niemand gedacht - fast niemand

Bergbaugeschichte

Die Bergbaugeschichte ist gut erforscht. Meist aus der Perspektive der Bergmänner oder der Koker. Jetzt versuchen Künstler, die Leistung der Bergarbeiter-Frauen zu beleuchten.

Huckarde

, 17.10.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
An die Frauen der Bergleute hat niemand gedacht - fast niemand

Die Kaue der Kokerei Hansa: Brautkleider dort, wo einst Koker ihre Wäsche aufhängten. So verbinden die Künstler die Geschichte der Bergleute mit der ihrer Ehefrauen. © Bande für Gestaltung

Insgesamt 14 Brautkleider hängen derzeit an den Kauenhaken, die einst die Arbeitskleidung der Koker trugen, in der Waschkaue der Kokerei Hansa, Emscherallee 11.

Brautkleider auf einer Kokerei, in einem Bereich, der ursprünglich nur Männern vorbehalten war? Sie sind Teil der Installation „Mir gefällt er bis heute“ im Rahmen der Ausstellung „Schwarzer Nebel“.

Randthema aufgegriffen

Über das Medium der Kunst geht die Installation von Michael Dörner der Frage nach, welche Rolle Frauen im Leben der Koker gespielt haben. Er greift damit ein Thema auf, das bisher nur wenig im Zusammenhang mit der Erarbeitung der Geschichte der Kokerei behandelt wurde.

Dabei stehen die Kleider symbolisch für den Moment, in dem die Frauen „offiziell“ an die Seite der Männer traten und zu „Kokerfrauen“ wurden. Vor allem symbolisieren die Kleider aber das Glück des Augenblicks und stehen zugleich als Referenten für Erinnerung - an schöne und vielleicht auch weniger schöne Erlebnisse.

Finissage mit Künstlern

Die Installation von Michael Dörner ist Teil einer Gruppenausstellung von

insgesamt neun Künstlern, deren gemeinsame Verbindung die Freie Bildende Kunst an der Hochschule für Künste im Sozialen in Ottersberg ist.

Der Eintritt ist frei! Eine Finissage mit den Künstlern gibt es am 27. Oktober (Sonntag) ab 12 Uhr.

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