Auf einer Dortmunder Straße wird es Radfahrern zu eng

dzRadverkehr

Es sind immer mehr SUVs, Fahrräder und E-Scooter unterwegs. In einem Stadtteil passt das gar nicht zusammen. Jetzt wehrt sich eine Fahrradinitiative.

Kaiserstraßenviertel

, 13.12.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf den ersten Blick sieht die Straße fahrradfreundlich aus, denn die Radwege sind mit roten Betonsteinen gekennzeichnet. Doch auf den zweiten Blick gibt es Probleme. Drängende Probleme, die jetzt der Bezirksvertretung vorliegen.

An der Kaiserstraße verblasst die rote Farbe und weil es viele Geschäfte gibt, werden die Radwege als Ladezone zweckentfremdet. Radfahrer werden durch sich öffnende Autotüren gefährdet und die E-Scooter sorgen dafür, dass es auf den Radwegen voller wird.

Drei Mängelpunkte aufgezeigt

Mit einer Bürgereingabe hat Kristin Henrichvark nun bei den Ortspolitikern Alarm geschlagen, indem sie drei Mängelpunkte im Kaiserstraßen-Viertel zusammengetragen hat.

Die 55-Jährige ist Mitglied der nachbarschaftlichen Fahrradgruppe Kaiserstraßenviertel und achtet seit rund 15 Jahren auf die Belange des Fahrradverkehrs. Für die verblassenden Betonsteine schlägt sie rote Farbe vor.

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Außerdem sollen neue Piktogramme den Radfahrern die Fahrtrichtung anzeigen. Denn: „Es gibt viele Geisterfahrer in Richtung Osten“, berichtet Kristin Henrichvark.

In der Kaiserstraße ist viel los. Freie Parkplätze sind rar. Weil sie keine Parkplätze finden, stellen einige Autofahrer ihre Gefährte an Straßenecken ab – und damit in den Weg der Radfahrer.

Piktogramme gegen Raser

Ginge es nach Kristin Henrichvark, sollten für Mängelpunkt zwei auch hier Fahrbahnmarkierungen Autofahrer auf Fehlparken aufmerksam machen. Oder Straßenecken sollten als Fahrrad-Abstellflächen umgewidmet werden, damit niemand mehr auf die Idee kommt, dort zu parken.

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Vor allem auf der Kronprinzenstraße, so Kristin Henrichvark, gebe es massive Geschwindigkeitsüberschreitungen. Dort gilt Tempo 30 – Mängelpunkt Nummer drei. Das weiß sie aus Erfahrung, das hat aber auch eine Ortsbegehung der Fahrradgruppe im Sommer bestätigt.

Offene Ohren in der Bezirksvertretung

Auf dieser Straße, so der Vorschlag, der der Bezirksvertretung vorliegt, sollen Tempo-30-Piktogramme auf die Fahrbahn gemalt werden.

Bei der Vorstellung dieser Forderungen in der Dezember-Sitzung der Bezirksvertretung machte Bezirksbürgermeister Udo Dammer (SPD) Kristin Henrichvark Hoffnung: „Sie sind mit Ihrem Anliegen nicht ins Leere gestoßen.“

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Denn der Verkehr ändere sich. Wegen des spürbaren Klimawandels steigen viele Menschen vom Auto auf Rad oder E-Scooter um. Damit wird es voller auf den Radwegen. Die Bezirksvertretung wird in der nächsten Sitzung am 7. Januar (Dienstag) darüber entscheiden, wie mit der Bürgereingabe weiter verfahren wird.

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