Sieben Ampeln in Hombruch springen für Radfahrer künftig schneller auf Grün

dzBeschleunigungsprogramm

Durch die Stadt fahren, ohne anzuhalten? Radfahrer können von der „grünen Welle“ nur träumen. Immerhin: In Hombruch sollen Radler an sieben Ampeln künftig schneller von der Stelle kommen.

Hombruch

, 07.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es gibt viele Ärgernisse für Menschen, die regelmäßig aufs Rad steigen: fehlende oder schlechte Radwege, die mitunter abrupt enden; Autofahrer, die die Radwege zuparken. In einem Punkt will die Stadt nun Abhilfe schaffen: Radfahrer sollen – zumindest an einigen Ampeln – nicht mehr so lange auf Grün warten müssen.

„Radverkehrsbeschleunigungen an Lichtsignalanlagen“, heißt das sperrig im Amtsdeutsch. Im Stadtbezirk Hombruch hat die Stadtverwaltung insgesamt sieben Kreuzungen ausgeguckt, an denen Radfahrer künftig schneller von der Stelle kommen sollen:

Die Kreuzung Emil-Figgel-Straße/Vogelpothsweg an der Uni: Hier sollen Radfahrer künftig schneller voran kommen.

Die Kreuzung Emil-Figgel-Straße/Vogelpothsweg an der Uni: Hier sollen Radfahrer künftig schneller voran kommen. © Britta Linnhoff

  • Kreuzung Stockumer Straße/Am Beilstück/Steinäckerstraße
  • Hauert/Otto-Hahn-Straße
  • Hauert/Emil-Figge-Straße
  • Stockumer Straße (Höhe Hausnummer 290)
  • Ardeystraße/Carl-von Ossietzky-Straße
  • Stockumer Straße/Am Gardenkamp
  • Vogelpothsweg/Emil-Figge-Straße

Man wolle der stetig steigenden Anzahl von Fahrrädern und E-Bikes im Straßenverkehr künftig mit einer anderen Infrastruktur Rechnung tragen. Deshalb nun das Konzept des Tiefbauamtes, an Ampeln für Verbesserungen für die Radfahrer zu sorgen.

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Radardetektoren und Wärmebildkameras

An den Signalanlagen soll es zur Erkennung der Verkehrsteilnehmer künftig Radardetektoren und Wärmebildkameras geben. Diese, so sagt die Verwaltung, können dann zwischen Fußgängern und Radfahrern unterscheiden und Schaltungen entsprechend gesteuert werden.

Inzwischen hat man die Kreuzungen und Ampeln ausgeguckt, an denen man das für sinnvoll und machbar hält. Nach derzeitigem Stand sind das insgesamt 43 in Dortmund, davon sieben im Stadtbezirk Hombruch.

An vier Ampeln in Dortmund wurden die Anlagen bereits installiert: Märkische Straße, Zeche-Norm-Straße und zwei an der Dorstfelder Allee. Noch in diesem Jahr soll die erste Ampel im Stadtbezirk Hombruch folgen: an der Ecke Vogelpothsweg/Emil-Figge-Straße. Auf die anderen Maßnahmen werden die Hombrucher und Baroper noch warten müssen: Alle anderen Kreuzungen stehen erst für 2023 im Plan.

Ein grüner Pfeil für Radfahrer an einer Ampelkreuzung: Den können sich auch die Hombrucher Bezirksvertreter vorstellen, ganz unabhängig vom stadtweiten Beschleunigunsprogramm für Radler.

Ein grüner Pfeil für Radfahrer an einer Ampelkreuzung: Den können sich auch die Hombrucher Bezirksvertreter vorstellen, ganz unabhängig vom stadtweiten Beschleunigunsprogramm für Radler. © picture alliance/dpa

Alle, die jetzt auf eine Art „grüne Welle“ im Sattel hoffen, müssen diese Hoffnung aber wohl begraben: Die grüne Welle für Radfahrer lasse sich – im Gegensatz zur grünen Welle bei Autos – nicht realisieren. Der einfache Grund: Die Geschwindigkeit der Radfahrer ist zu unterschiedlich.

Bei den Mitgliedern der Bezirksvertretung Hombruch stieß das Vorhaben auf breite Zustimmung. Und nicht nur das: Susanne Lohse, Fraktionssprecherin der Grünen, machte den Vorschlag, man möge doch prüfen, ob es für Radfahrer einen „grünen Pfeil“ wie für Autofahrer geben könne – auch über die genannten sieben Standorte hinaus. Der Rat entscheidet über das Konzept am 14 Mai.

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