Ambulante Pflegekräfte verteilen kleine Geschenke an isolierte Senioren

Coronavirus

Einsam in den eigenen vier Wänden: Senioren, die allein zu Hause leben, sind in diesen Zeiten stark isoliert. Pflegekräfte und Kita-Kinder aus Dortmund wollen die Senioren nun aufmuntern.

Brackel

, 07.05.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ulrike Käseberg und Nele Stärke vom Familienbüro sowie Thomas Brandt vom Seniorenbüro in Brackel wollen Senioren mit Bildern erfreuen, die Kindergarten-Kinder gemalt haben.

Ulrike Käseberg und Nele Stärke vom Familienbüro sowie Thomas Brandt vom Seniorenbüro in Brackel wollen Senioren mit Bildern erfreuen, die Kindergarten-Kinder gemalt haben. © Andreas Schröter

Nicht nur die Seniorenheim-Bewohner leiden unter der Corona-Krise, auch die pflegebedürftigen Senioren, die zu Hause wohnen, leben derzeit oft in Isolation. Ihr einziger Kontakt ist oft nur der Besuch des ambulanten Pflegedienstes. Nele Stärke, Mitarbeiterin im Familienbüro Brackel, beschäftigt das Thema auch im Familienkreis: „Mein Opa ist 93 Jahre alt und leidet sehr unter der Situation. Er hat in letzter Zeit rapide abgebaut.“

Elf Kindertageseinrichtungen machen mit

Das Seniorenbüro Brackel hat sich deshalb in Zusammenarbeit mit dem Familienbüro eine kleine Aktion ausgedacht, um die Senioren aufzumuntern. Die ambulanten Pflegekräfte von Caritas, Diakonie und dem Pflegedienst

„Pflege mit Herz Hallmann“ verteilen Bilder und kleine Basteleien an die Senioren zuhause. Die Bilder wurden von den Kindern aus elf evangelischen, katholischen und AWO-Kindertagesstätten im Stadtbezirk Brackel erstellt – natürlich nur von den Kindern, die die Notbetreuung besuchen.

Aber immerhin: Zwischen 170 und 180 kleine Kunstwerke seien auf diese Weise schon entstanden. Demnächst sollen auch die Fabido-Kitas gefragt werden, ob sie mitmachen wollen.

Bilder wie dieses werden demnächst an Brackeler Senioren verteilt, die von ambulanten Pflegediensten betreut werden.

Bilder wie dieses werden demnächst an Brackeler Senioren verteilt, die von ambulanten Pflegediensten betreut werden. © Andreas Schröter

Seniorenbüro-Mitarbeiter Thomas Brandt sagt: „Wir wollen so ein Zeichen der Freude setzen und ein Lächeln in den Corona-Alltag bringen und hoffen, dass bald wieder die eigenen Enkel zu Besuch kommen können.“

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