Alter Markt: Gastwirt ärgert sich über Skater am Bläserbrunnen

dzÄrger mit Skatern

Skater nutzen regelmäßig den Bläserbrunnen auf dem Alten Markt für ihre Kunststücke. Das ärgert Gastwirt Frank Jülich. Die Stadt sieht dennoch keinen Handlungsbedarf.

von Tobias Weskamp

Mitte

, 10.02.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Regelmäßig ärgert sich Frank Jülich, Geschäftsführer der Gaststätte „Zum Alten Markt“, über Skateboardfahrer. „Im Grunde habe ich nichts gegen die Jugendlichen. Mich stört nur, dass sie mit ihren Boards über den Bläserbrunnen auf dem Alten Markt fahren und ihn beschädigen und dass sie Fußgänger gefährden“, erklärt er.

Videoaufnahmen belegen das Problem

Wie man auf den Aufzeichnungen einer (legalen) Videokamera sehen kann, nutzen teilweise ein halbes Dutzend Skater den Brunnen regelmäßig als Rampe. Es kommt auch manchmal zu Beinahe-Zusammenstößen mit vorbeigehenden Passanten.

Regelmäßig wird die Polizei gerufen. Diese verjage die Skater, die teilweise stundenlang da sind. Doch das hilft wohl nicht für lang.

Alter Markt: Gastwirt ärgert sich über Skater am Bläserbrunnen

Frank Jülich, Inhaber der Gaststätte Alter Markt, ärgert sich über Skater, die den Bläserbrunnen mitbenutzen. Er hat auch Videoaufnahmen, die dies belegen. © Tobias Weskamp

Das Problem taucht laut Frank Jülich vor allem zum Jahresanfang auf. „Wenn im Sommer Tische draußen stehen oder zum Jahresende der Weihnachtsmarkt ist, gibt es keine Probleme“, erklärt er. „Im Januar gab es dagegen fast keinen Tag, an dem ich nicht die City-Wache angerufen habe.“ Diese konnte das Problem dann durch Ermahnungen und Platzverweise kurzzeitig lösen.

Alter Markt: Gastwirt ärgert sich über Skater am Bläserbrunnen

Einige Kanten des Bläserbrunnens sind schon abgeschabt, möglicherweise durch die Skater. © Tobias Weskamp

Polizei hat schon Platzverweise ausgesprochen

„Polizei und Ordnungsamt ist bekannt, dass Skater – vor allem in den Sommermonaten – auf dem Alten Markt ihre Boards nutzen“, erklärt Polizeipressesprecher Peter Bandermann auf Anfrage.

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Bei eigenen Rundgängen durch die Innenstadt oder nach Hinweisen von Bürgern fordern die Ordnungspartner die Skater auf, die extra für sie errichtete Skateranlage im Stadtgarten zu nutzen. „Polizei und Ordnungsamt haben auch bereits Platzverweise ausgesprochen, wenn Skater keine Einsicht zeigten.“

Stadt hät ein Verbot für unnötig

An das Ordnungsamt hat Jülich bereits geschrieben und angefragt, ob man das Skateboard fahren auf dem Alten Markt untersagen könnte.

Alter Markt: Gastwirt ärgert sich über Skater am Bläserbrunnen

Die Brunnenkante wird mitgenutzt. © Frank Jülich

Auf Nachfrage unserer Redaktion stellt die Stadt Dortmund allerdings fest: „Der Brunnen wurde überprüft. Es sind keine gravierenden Schäden festgestellt worden und es ist keine Ausbesserung erforderlich.“

Aktuell liege der Stadt eine Beschwerde eines gewerblichen Anliegers des Alten Marktes vor. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich dabei um Jülich handelt. Weitere Beschwerden seien dem Ordnungsamt nicht bekannt. Eine Notwendigkeit für ein Skateboard-Verbot sieht die Stadt nicht.

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