Besetzte Wall-Kreuzung in Dortmund: Höhenretter holen Aktivisten von Gerüst

„Extinction Rebellion“

Klimaaktivisten haben mit einer Demonstration die Kreuzung Südwall/Ruhrallee in Dortmund und deren vier Zufahrten in der Innenstadt blockiert – die Ereignisse zum Nachlesen.

Dortmund

, 02.09.2020, 17:08 Uhr / Lesedauer: 3 min
Auf dem Südwall bilden sich wegen einer Demonstration aktuell lange Staus.

Polizei und Höhenretter holen die Aktivisten von dem sechs Meter hohen Gerüst. © Oliver Schaper

Das Wichtigste in Kürze:

  • Klima-Aktivisten haben für insgesamt rund fünf Stunden die Kreuzung Neutor in Dortmund blockiert
  • Dafür haben sie ein sechs Meter hohes Gerüst aufgebaut, an das sich vereinzelt Demonstranten angekettet hatten
  • Die Polizei hat die Demonstranten vom Boden weggetragen und mit Höhenrettern der Feuerwehr das Gerüst geräumt

21.47 Uhr: Feuerwehr rückt ab

Die Feuerwehr ist mittlerweile abgerückt und die Lage an der Kreuzung löst sich auf. Der Verkehr fließt wieder. Damit beenden wir die Live-Berichterstattung.

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21.42 Uhr: Gerüst abgebaut

Das Gerüst ist jetzt abgebaut. Der Verkehr dürfte bald wieder normal fließen. Aktuell laufen noch Aufräumarbeiten. Autos aus der City werden jedoch bereits durchgeleitet.

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21.30 Uhr: Gerüst wird Stück für Stück abgebaut

Die Aktivisten sind jetzt alle durch Polizisten und Höhenretter von dem Gerüst herunterholt worden. Die Polizei hat sie abgeführt. Die Feuerwehr beginnt nun damit, das Gerüst Stück für Stück abzubauen.


21.20 Uhr: Ketten mit Bolzenschneidern durchtrennt

Polizisten holen gerade die letzten beiden Aktivisten von dem sechs Meter hohen Gerüst. Die Demonstranten hatten sich daran angekettet. Die Polizisten haben die Ketten mit Bolzenschneidern durchtrennt - dafür gab es Applaus von umstehenden Personen.


21.11 Uhr: Aktivisten werden vom Gerüst geholt

An dem Gerüst wurden zwei Sicherungsseile befestigt. Polizisten reißen die Fahnen ab. Die ersten beiden Aktivisten werden jetzt von dem Gerüst geholt.

Auch das Gerüst wird geräumt.

Auch das Gerüst wird geräumt. © Oliver Schaper




21.05 Uhr: Auch die Gerüst-Räumung beginnt

Zwei Polizisten sind in einen Rettungskorb der Höhenretter geklettert, der jetzt hochfährt.

20.56 Uhr: Höhenretter der Feuerwehr sind vor Ort eingetroffen

Das Gerüst ist jetzt umstellt. Auch die angeforderten Höhenretter der Dortmunder Feuerwehr sind vor Ort eingetroffen. Gehandelt haben sie noch nicht.

20.50 Uhr: Polizei beginnt Räumung

Die Polizei hat angefangen die Kreuzung zu räumen. Polizisten tragen die Aktivisten von der Straße.

Polizisten haben die Aktivisten auf dem Boden weggetragen - die Demonstranten blieben dabei friedlich.

Polizisten haben die Aktivisten auf dem Boden weggetragen - die Demonstranten blieben dabei friedlich. © Anne Schiebener

Die Aktivisten sind dabei jedoch friedlich, laufen teilweise auch freiwillig mit und singen. Das Gerüst steht allerdings noch. Vier Leute befinden sich aktuell noch darauf.

20.30 Uhr: Viele Aktivisten verlassen die Kreuzung - ein harter Kern bleibt

Die Polizei wiederholt ihre Ansage. „Ihre Veranstaltung ist nicht angemeldet. Die Polizei wertet ihre Gruppe dennoch als Versammlung. Hiermit löst die Polizei ihre nicht angemeldete Versammlung auf.“

Die Polizei droht mit Räumung und verstärkt die Präsenz.

Die Polizei droht mit Räumung und verstärkt die Präsenz. © Anne Schiebener

Die Mehrzahl der Aktivisten hat den Ort des Geschehens auf die Ansage der Polizei hin verlassen. Doch ein harter Kern von 15 bis 20 Klima-Rebellen hat sich in einer Reihe vor dem Gerüst auf dem Boden niedergelassen und singt.


20.15 Uhr: Polizei droht mit Räumung

Zunächst ist zu beobachten, dass Personen daran gehindert werden, den Ort des Geschehens zu verlassen, ohne dass ihre Personalien aufgenommen wurden.

Um 20.15 Uhr dann eine Durchsage der Polizei: Bis 20.40 Uhr habe jeder die Möglichkeit, die Kreuzung zu verlassen, ohne Personalien aufzunehmen. Danach werde die Kreuzung geräumt. Daraufhin verlassen bereits die ersten Personen die Kreuzung, während sich die Polizeipräsenz vor Ort verstärkt.

So haben wir zunächst berichtet:

Etwa 50 Aktivisten der Bewegung Extinction Rebellion besetzen seit etwa 16.30 Uhr am Mittwochnachmittag (2.9.) die Kreuzung Südwall/Ruhrallee und deren vier Zufahrten in der Dortmunder Innenstadt.

Dafür haben sich die Demonstranten mit Plakaten und Absperrband auf der Kreuzung positioniert. Außerdem haben sie mitten auf der Kreuzung ein über sechs Meter hohes Gerüst aufgebaut, auf dem sich auch immer wieder Menschen befinden.

Aktivisten blockieren die Kreuzung Südwall/Ruhrallee - dadurch bilden sich teils lange Staus.

Aktivisten blockieren die Kreuzung Südwall/Ruhrallee - dadurch bilden sich teils lange Staus. © Anne Schiebener

Etwa von der Ruhrallee in Richtung City kommend, können nur Rechtsabbieger die Kreuzung in Richtung Ostwall passieren. Auch die Kreuzung Südwall/Hohe Straße ist durch die Polizei gesperrt. Der Südwall ist in Richtung Osten ab dem großen Volkswohlbund-Gebäude gesperrt.

So bilden sich auf mehreren Straßen in der Dortmunder Innenstadt längere Staus - Hupkonzerte inklusive.

Mit der Aktion wollen die Demonstranten nach eigenen Angaben auf die Klimakrise aufmerksam machen und fordern eine zügigere Wende zur Klimaneutralität der Stadt Dortmund.

Im Zuge der Aktion werden die Dortmunder Parteien in einem Brief aufgefordert, zu Fragen zu einer schnelleren Dortmunder Klimaneutralität Stellung zu beziehen. Die Aktivisten wollen die Straßenkreuzung laut eigener Angaben so lange blockieren, bis die Parteien zufriedenstellende Antworten geben.

Polizei greift noch nicht ein – Hubschrauber im Einsatz

Seit etwa 16.45 Uhr ist auch die Polizei vor Ort, bestätigt Sprecherin Dana Seketa. Etwa eine Stunde später rückte eine Verstärkung von neun Mannschaftswagen an, wie unsere Reporterin vor Ort berichtet.

Eingegriffen haben die Beamten derzeit jedoch noch nicht. Stand 18 Uhr koordiniere man noch das weitere Vorgehen – „ob man das erstmal durchlaufen lässt oder eingreift kann man noch nicht sagen“, sagt Seketa. Insgesamt verlaufe die Demonstration aus Polizei-Sicht jedoch bislang friedlich.

Seit etwa 18.20 Uhr ist auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz, um den Überblick über die Lage zu behalten, wie Seketa vor Ort sagt. Außerdem habe man Höhenretter der Feuerwehr angefordert, um im Fall der Fälle die Demonstranten sicher von dem Gerüst holen zu können.

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