Afrikanische Trommler heizten Parkbesuchern ein

DORTMUND Eine afrikanische Percussiongruppe heizte am Samstag bei der Veranstaltung "Rhythmus Kunstwerk Erde" den Besuchern des Theaterzeltes im Westfalenpark ein. Eigentlich sollte der Auftritt sogar an die Elfenbeiküste übertragen werden. Das scheitere aber an technischen Problemen.

von Von Julia Gaß

, 27.07.2008, 19:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Den afrikanische Percussionisten gelang es sofort, die Besucher im Theaterzelt in den Bann ihres Rhythmus? zu ziehen.

Den afrikanische Percussionisten gelang es sofort, die Besucher im Theaterzelt in den Bann ihres Rhythmus? zu ziehen.

Still sitzen ging nicht am Samstagnachmitag im neuen Theaterzelt am Florianturm im Westfalenpark. Die Besucher, die die drei afrikanischen Percussionisten mit ihren Rhythmen anlockten, hatten sofort Klanghölzer in der Hand. Da schlugen Großväter mit ebenso viel Begeisterung wie die Enkel die Holzstäbe aneinander, eine Seniorin von der Theaterfabrik Witten, dem Träger des Zeltes und Initiator der lautstarken Eröffnung, tanzte fast so ausgelassen wie die Afrikaner in der kleinen Manege – das war der Rhythmus, bei dem man mitmuss, und für die Afrikaner ein „Klopfen an Menschen-Herzen“.Klangstäbe Wie komplex das „Gesamtkunstwerk Erde“, zu dem die „Klopfer“ gehörten, wirklich ist, wird sich nicht allen Besuchern erschlossen haben. Hunderte von Klangstäben hat der Halterner Künstler Igadim, alias Wolfgang Wendker, ein Beuys-Schüler, spendiert. Er baut gerade eine Skulptur in Griechenland für das „Kunstwerk Erde“. Dortmund steuerte den Rhythmus bei, der eigentlich an die Elfenbeinküste in Afrika übertragen werden sollte. Dort fand zeitgleich das Partnerprojekt „Partage“ statt. Der Aufbau einer Video- oder Tonverbindung scheiterte jedoch an der Technik. So blieben die Afrikaner von der Gruppe Joumu Joumu aus Gambia, die die Zeltbesucher zu Afrikanern im Herzen machten, in Dortmund.Wetterprüfung Seine Wetterprüfungen hat das Zelt schon in den ersten beiden Stunden nach der Eröffnung absolviert. Erst war es noch etwas stickig in dem 450 Quadratmeter großen Plastikplanen-Bau. Aber regenfest ist die Theatermanege – allerdings trieb das Unwetter die Besucher ganz aus dem Park heraus und nicht in das Zelt. Die Projektfabrik Witten, die theaterpädagogische Projekte mit Arbeitslosen organisiert, hat Großes mit dem Zelt vor. Am 18. September feiert dort um 19.30 Uhr das Theaterstück „Vata“, eine Turmbau zu Babel-Geschichte, Premiere. Aus 2,5 Tonnen Schrott wollen 15 Darsteller aus elf Nationen in dem elf Meter hohen Zelt den Turm bauen.Zelt mieten Das Theaterzelt kann man auch mieten; 300 Zuschauer finden dort Platz. „Wir haben eine Zusage bis November, geplant ist aber, dass das Zelt auch 2009 und 2010 als Alternative zum Sonnensegel stehen bleibt“, so Till Stauffer, künstlerischer Leiter der Projektfabrik.

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