Immobilien-Besitzer ärgert sich über Graffiti-Schmierereien in Husen

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Kaum ist ein Graffito entfernt, wird ein neues gesprüht. Immobilienbesitzer Alexander König ärgert sich über Schmierereien an seinen Gebäuden in Husen. König spricht von einem „Einzeltäter“.

Husen

, 02.06.2020, 13:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Immobilienbesitzer Alexander König ärgert sich über die vermehrt auftretenden Graffiti-Schmierereien an seinen Gebäuden in Husen. Betroffen sind unter anderem der Husener Dorfgrill, mehrere Mülltonnen, ein Stromkasten hinter dem ehemaligen Coeur (der neuen Vorwerk-Filiale) und eine der neuen Ladestationen für E-Autos hinter der Volksbank.

Er müsse extra einen Mitarbeiter abstellen, der sich um die Beseitigung der „Tags“ kümmere. Das sei nervig und koste ihn nicht nur Arbeitslohn, sondern auch den teuren Graffiti-Entferner, ein Spezial-Reinigungsmittel. Und den müsse man sorgsam und kleinteilig mit einem Lappen anwenden, damit keine Chemikalien in den Boden sickern.

Schmierereien wie diese ärgern Alexander König.

Schmierereien wie diese ärgern Alexander König. © Alexander König

Schwierig werde es, wenn raue Flächen betroffen seien. Andererseits könne man diese „Kunstwerke“ auch nicht einfach stehen lassen, denn das ziehe weitere Schmierer an. König: „Das sieht man zum Beispiel gut am Kurler Bahnhof.“

„Wahrscheinlich handelt es sich um einen Einzeltäter“

Weil es sich immer um denselben Schriftzug handele, geht König von einem Einzeltäter aus. Der müsse in Husen oder auch Kamen-Methler leben, weil jüngst eine Graffiti-Spur vom einen zum anderen Ort geführt habe.

König geht davon aus, dass der Täter mindestens 20 Jahre alt sein muss, denn es gebe diese Schmierereien schon seit mindestens fünf Jahren. Er sagt: „Ich kann ja noch verstehen, dass man mit 14 oder 15 einen solchen Unsinn im Kopf hat, um auf sich aufmerksam zu machen, aber irgendwann muss doch auch mal sowas wie Einsicht kommen.“

Graffiti-Schmierereien im Umfeld des Kurler Bahnhofs sind seit vielen Jahren ein Problem.

Graffiti-Schmierereien im Umfeld des Kurler Bahnhofs sind seit vielen Jahren ein Problem. © Andreas Schröter

Er habe den Vorfall bei der Polizeiwache Scharnhorst zur Anzeige bringen wollen, sei von dort aber an das Kriminalkommissariat (KK) in Lünen verwiesen worden, weil das Sprühen von Graffiti als Straftat gilt. König appelliert an die Husener, die Augen offen zu halten und dem KK verdächtige Beobachtungen zu melden. Schließlich müsse es doch im Sinne aller Husener sein, dass der Stadtteil so schön bleibt wie er ist.

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Vielleicht gelinge es ja sogar, beim Sprüher selbst Einsicht zu erzeugen. Es sei nicht sein oberstes Ziel, so König weiter, dass er bestraft werde, sondern vor allem, dass er mit seinem Tun aufhört. Sollte das nichts nützen, plädiert König dafür, dass auch die Polizei nachts vermehrt Streife in Husen fährt. In Scharnhorst-Ost funktioniere das ja auch.

Graffiti-Schmierereien waren auch andernorts in Husen und Kurl zuletzt ein Thema, zum Beispiel am neu entstehenden Kindergarten an der Husener Eichwaldstraße, an dem der frische Erstanstrich kaum getrocknet war.

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