Langzeitvergleich: Mieten für große Wohnungen in Dortmund stark gestiegen

Wohnungsmarkt

Wie viele Quadratmeter gibt es für 1000 Euro Kaltmiete? Immer weniger, zeigt ein neuer bundesweiter Langzeitvergleich. Auch in Dortmund sind die Mieten für große Wohnungen stark gestiegen.

Dortmund

14.05.2020, 16:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Häuser an der Kaiserstraße: Das Wohnen ist auch in Dortmund teurer geworden.

Häuser an der Kaiserstraße: Das Wohnen ist auch in Dortmund teurer geworden. © Dieter Menne (Archivbild)

Für 1000 Euro konnten Mieter 2009 in Dortmund noch ziemlich großzügig wohnen: 130 Quadratmeter Wohnfläche waren für 1000 Euro Kaltmiete damals im Durchschnitt drin. Unter den westdeutschen Großstädten war Dortmund damals Spitzenreiter, nur in Leipzig und Dresden bekam man für den Preis mehr Wohnraum.

Wer heute dieselbe Summe für die Kaltmiete in die Hand nimmt, bekommt dafür nun in Dortmund deutlich weniger Wohnfläche. Zwar steht Dortmund im Städtevergleich immer noch gut da, doch 1000 Euro Kaltmiete reichen nun nur noch für 105 Quadratmeter Wohnraum - zumindest im Durchschnitt.

Großstädter ziehen weniger um

Das hat ein Zehn-Jahres-Vergleich des Immobilienportals Immowelt ergeben. Auf Basis der Angebote, die auf dem Portal inseriert wurden, haben die Macher der Studie die Kaltmieten in 2009 und 2019 in den deutschen Großstädten mit über 500.000 Einwohnern verglichen.

Dortmund liegt dieser Studie zufolge im bundesweiten Trend: In deutschen Großstädten ist die Quadratmeterzahl, die für 1000 Euro angemietet werden kann, in den vergangenen zehn Jahren drastisch gesunken. Bekam man in Berlin 2009 noch 120 Quadratmeter für 1000 Euro, sind es inzwischen nur noch durchschnittlich 74.

Das habe laut den Urhebern der Studie auch zur Folge, dass die deutschen Großstädter weniger mobil werden und seltener umziehen.

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