Pfarrhaus-Abriss – in Lütgendortmund fällt gerade ein Stück Ortsgeschichte

dzKirchengemeinde St. Magdalena

Der Abriss des Pfarrhauses der katholischen St.-Magdalena-Kirchengemeinde in Lütgendortmund schreitet voran. Der Anblick der Baustelle sorgt auch für Wehmut.

Lütgendortmund

, 17.10.2019, 09:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der ehemalige Pfarrer der katholischen St. Magdalena-Gemeinde, Berthold Wagener, kommt täglich an der Baustelle an der Limbecker Straße vorbei. Mit Wehmut beobachtet er den Abriss des Pfarrhauses. „Dort oben habe ich geschlafen“, sagt er und zeigt auf die restlichen Backsteinmauern.

Am vergangenen Freitag (11.10.) haben die Abrissarbeiten begonnen. Das fast 130 Jahre alte Pfarrhaus muss weichen, weil an dieser Stelle ein neues Verwaltungszentrum für den Pastoralverbund Dortmunder Westen gebaut wird. Bereits 2014 fiel die Entscheidung, das alte Gebäude aufgrund zahlreicher Mängel und wegen des Sanierungsstaus durch einen Neubau zu ersetzen.

„Ein Haus mit bleibenden Erinnerungen“

Auch auf Facebook ist der Abriss des alten Pfarrhauses ein Thema. „Man, da geht einiges an Lüdos Geschichte“, schreibt eine Userin. „Schade“, kommentieren viele. Eine andere schreibt: „Gestern nochmal kurz vorgestanden und tüss gesagt. Es war ein so wunderschönes Haus.“ Ein weiterer Kommentar lautet: „Ein Haus mit bleibenden Erinnerungen.“

Der erste Spatenstich für den Neubau ist für Anfang Februar 2020 geplant. Läuft alles nach Plan, könnte das neue Gebäude im Sommer 2021 bezogen werden, so Pfarrer Guido Hoernchen. Den Großteil der Kosten von zwei Millionen Euro übernimmt die Paderborner Diözese.

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