Abriss des „Horror-Hochhauses“ in der Nordstadt kann beginnen

Kielstraße

Seit 2002 steht das 18-stöckige Hochhaus an der Kielstraße leer und verfällt. Jetzt kann es endlich abgerissen werden. Das hat mit jahrelangen Bemühungen der Stadt zu tun.

Dortmund

, 18.06.2019, 14:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Abriss des „Horror-Hochhauses“ in der Nordstadt kann beginnen

Das „Horror-Hochhaus“ an der Kielstraße 26. © Gregor Beushausen (Archivbild)

Seit Jahren ist das leerstehende Gebäude ein Schandfleck in der Nordstadt. Weil viele Eigentümer der 1994 privatisierten Wohnungen ihre Nebenkosten nicht mehr zahlen konnten, gab es zuerst immer mehr Leerstände. Das 18-geschossige Hochhaus, das vor 50 Jahren bezogen wurde, verkam zusehends. 2002 ließ die Stadt das Gebäude schließlich aus Sicherheitsgründen räumen und die untersten Etagen zumauern. Es bekam den wenig schmeichelhaften Beinamen „Horror-Hochhaus“.

Schon seit langem will die Stadt das Gebäude abreißen lassen. Doch die komplizierte Eigentumsstruktur machte diesen Plänen über Jahre einen Strich durch die Rechnung. Die Stadt musste insgesamt 102 Wohnungen von 44 unterschiedlichen Eigentümern kaufen – ein zähes und langwieriges Unterfangen.

Grober Zeitplan für den Abriss kommt Ende Juni

Am Dienstag vermeldete die Stadt Vollzug: Nach monatelangem Tauziehen hat sie nun auch die letzte Wohnung im riesigen Komplex gekauft. „Der Abriss des Hochhauses wird nun vorbereitet“, so Stadtsprecher Christian Schön. Ende Juni soll es einen groben Zeitplan für den Abriss geben. Bereits im Februar hatte die Stadt mit der Entrümpelung der 18 Etagen begonnen.

Was nach dem Abriss mit dem Grundstück passiert, liegt in den Händen der Politik. Vorgesehen ist bislang, dass dort eine neue Kita entsteht.

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