Abriegelung der Gartenstadt: Nun soll neu entschieden werden

Verkehr in der Gartenstadt

Von einem Schildbürgerstreich sprechen die einen, die anderen von ihrem verbürgten Recht: Die Absperrung der Gartenstadt spaltet die Anwohnerschaft. Nun reagieren Politik und Verwaltung.

Gartenstadt, Schüren

, 19.03.2020, 11:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anwohner der südlichen Gartenstadt klagen über zu viel Verkehr.

Anwohner der südlichen Gartenstadt klagen über zu viel Verkehr. © Jörg Bauerfeld

Zwei Interessengruppen prallen beim Thema Abriegelung der Gartenstadt aufeinander. Das zeigt sich auch in vielen Leserbriefen, die auf beiden Seiten drastisch Argumente und Befindlichkeiten schildern und die der anderen in der Luft zerfetzen.

Die heftige Auseinandersetzung hat Auswirkungen auf die Politik. Der in der Bezirksvertretung (BV) Innenstadt-Ost gefällte Beschluss, nach einer Verkehrszählung im Frühjahr die Abriegelung vorzunehmen, wurde zurückgenommen. Die Stadt informiert über eine erneute Prüfung. Die Entscheidung sollen dann anschließend mehrere Gremien fällen.

Stefan Thabe, Leiter des Stadtplanungs- und Bauordnungsamtes, teilt mit, dass die Ergebnisse der Verkehrszählung den politischen Gremien zur Verfügung gestellt werden sollen. „Hierbei werden auch die voraussichtlichen Auswirkungen einer möglichen Sperrung auf umliegende Stadtteile/ Quartiere dargestellt.“

Da nicht nur die BV Innenstadt-Ost von betroffen ist, sondern auch die angrenzenden Stadtbezirke Hörde und Aplerbeck, sei vorgesehen, auch diese einzubeziehen: „Aufgrund der überbezirklichen Situation sollen dann die Gremien des Rates der Stadt Dortmund im 2. Quartal 2020 eine Entscheidung über die Abkopplung der Stadtrat-Cremer-Allee und Stangefolstraße treffen“, so die Aussage. Ob der Zeitplan angesichts der aktuellen Ausnahmesituation einzuhalten ist, bleibt fraglich.

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