90 Jahre DJK Ewaldi: Kann die Jubiläumsfeier im September stattfinden?

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Die Planungen waren andere: 90 Jahre wird DJK Ewaldi Aplerbeck in diesem Jahr. Statt Vorfreude regiert im Jubiläumsjahr eher Frust. Corona droht den Verein und seine Feier ins Abseits zu stellen.

Aplerbeck

, 17.04.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie anderswo auch, war der Sportbetrieb bei der DJK Ewaldi in den vergangenen Wochen eingestellt. Nichts geht mehr in der Corona-Krise, Abpfiff für alle sieben Abteilungen, und zwar auf unbestimmte Zeit.

Dabei ist dieses Jahr für den Verein ein ganz besonderes: DJK Ewaldi Aplerbeck wird 90 Jahre alt. „Wir würden schon gerne feiern“, sagt Markus Fittinghoff, 2. Vorsitzender des Vereins, „aber es wird knapp“. Die große Geburtstagsfeier ist für das zweite Septemberwochenende geplant.

Jede Woche Video- und Telefonkonferenz

Normalerweise trifft sich der sechsköpfige Führungsstab der DJK Ewaldi einmal im Monat, doch in diesen Tagen ist alles anders. Per Video- und Telefonkonferenz kommt das Team nun wöchentlich zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen.

So sah es in der Vergangenheit an der Ramhofstraße aus. Das Foto entstand beim Kinder- und Familienfest 2018. Ob das Jubiläumswochenende stattfinden kann, bleibt abzuwarten.

So sah es in der Vergangenheit an der Ramhofstraße aus. Das Foto entstand beim Kinder- und Familienfest 2018. Ob das Jubiläumswochenende stattfinden kann, bleibt abzuwarten. © Fittinghoff

Nächster Termin ist Montag (20. April). „Nach derzeitigem Stand ist völlig unklar, wann wir in einen geregelten Vereinsalltag zurückkehren“, sorgt sich der erste Vorsitzende Friedhelm Althans um die Zukunft der DJK Ewaldi. Und Markus Fittinghoff sagt: „Schon jetzt ist klar, dass das dann auch nur schrittweise gehen wird.“

Inzwischen haben den Vorstand nach eigener Aussage schon etliche Anfragen erreicht, was mit den Beitragszahlungen in diesen Zeiten sei. In einer ersten Beschlussfassung hatte man sich dafür ausgesprochen, die Mitgliedsbeiträge für die kommenden Monate zu senken. Dann aber stellte man fest, dass dieser Schritt gegen geltendes Recht verstoßen hätte.

Das komplette Aussetzen der Beiträge kommt für den Verein nicht infrage. Das geht auch aus dem Schreiben an alle Vereinsmitglieder hervor, in dem es heißt: „Im Gegensatz zu kommerziellen Sportanbietern sind wir als gemeinnütziger Verein in diesen Zeiten mehr denn je auf Mitgliedsbeiträge angewiesen, da sie die einzige Einnahmequelle darstellen, aus der Betriebs-, Personalkosten, Versicherungsabgaben, Verbandsgebühren etc. gezahlt werden können.“

Unterhaltungskosten für die Sportanlage „nicht unerheblich“

Althans betont, derzeit sei der Verein noch gut aufgestellt, aber das könne sich schnell ändern, denn die Ausgaben für die Unterhaltung der Sportanlage an der Ramhofstraße seien nicht unerheblich. Daher appelliert der Vorsitzende daran, sich „in diesen schweren Zeiten solidarisch mit der DJK Ewaldi zu zeigen und weiterhin Mitgliedsbeiträge zu leisten, die dem Verein das Überleben sichern“.

Verwaist: das Sportplatzgelände an der Ramhofstraße.

Verwaist: das Sportplatzgelände an der Ramhofstraße. © Fittinghoff

Dabei will der Vorstand nicht untätig bleiben: Die Krise einfach auszusitzen und auf die Vorgaben der Politik zu warten, das sei ganz sicher keine Option. So haben sich die Verantwortlichen darauf verständigt, einen Maßnahmenkatalog zu erstellen, in dem es vorrangig um die Gesundheit der Mitglieder geht.

  • Mit einem großen Jubiläumswochenende will DJK Ewaldi am zweiten Septemberwochenende ihren 90. Geburtstag feiern.
  • Das Programm soll mit einer Abendveranstaltung am Freitag starten und samstags mit dem Aplerbecker Kinder- und Familienfest seinen Höhepunkt finden.
  • Schlusstag ist am Sonntag, 13. September.

Um diesen Maßnahmenkatalog wird es auch in der Sitzung am 20. April gehen. Das Ziel lautet, einen „maximalen Hygienestandard im Sportbetrieb zu schaffen und mit Infotafeln auf ein angemessenes Verhalten während der künftigen Übungsstunden hinzuweisen“. Markus Fittinghoff: „Hygienemittel haben wir inzwischen bestellt.“

Sportangebot erweitern, um überfüllte Kurse zu verhindern

Zudem wollen die Verantwortlichen das Sportangebot erweitern, um überfüllte Kurse zu vermeiden und den Mitgliedern einen Ausgleich für entfallene Stunden zu bieten. Damit dies gelinge, werde man sich zeitnah mit den Abteilungsleitungen zusammensetzen und alle Möglichkeiten prüfen.

Um kein unnötiges Risiko einzugehen, haben die Verantwortlichen beschlossen, dass Vorstandssitzungen künftig per Konferenzschaltung stattfinden dürfen.

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