340 Wohnungen entstehen auf dem Gelände der alten Gleisfabrik

dzNeues Wohngebiet

Bis zu 340 Wohneinheiten sollen auf dem Gelände der ehemaligen Gleisfabrik Schreck-Mieves in Barop entstehen. Mit den alten Werkhallen hat der Projektentwickler etwas ganz Besonderes vor.

Barop

, 13.05.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mehr als 100 Jahre lang wurden auf dem Gelände zwischen Krückenweg, Eisenbahnstrecke und der Straße An der Witwe in Barop Weichen produziert. Seit 2013 liegt das Fabrikgelände der Schreck-Mieves GmbH brach. Unter anderem blieben zwei große Backsteinhallen erhalten.

Sie sollen zu neuen Ehren kommen, wenn die „Alte Gleisfabrik GmbH & Co.KG“ den Standort entwickelt. 2017 hatte der Investor aus Verl das Gelände erworben.

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Nun sollen zügig die baurechtlichen Grundlagen geschaffen werden, um bis zu 340 Wohneinheiten auf dem alten Industriestandort entstehen zu lassen. „In sehr guter Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Stadtplanungsamt entwickeln wir gerade einen Bebauungsplan und tolle Umbaustrategien für die ehemaligen Werkhallen“, teilt der Projektentwickler mit.

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„Die riesengroße Werkhalle verwandeln wir in ein loftartiges Wohngebäude. Auf dem ehemaligen Gleisfeld entsteht guter Städtebau mit Stadtvillen, mietpreisgebundenem Wohnungsbau und einer Quartiersgarage.“

Die Pkw-Stellplätze sollen ebenfalls in einem der alten Werkgebäude eingerichtet werden, das dafür als Garagenhalle umfunktioniert wird.

Die alten Werkhallen sollen möglichst erhalten bleiben.

Die alten Werkhallen sollen möglichst erhalten bleiben. © Marc D. Wernicke (A)

Die Nähe zur Technischen Universität und die gute Anbindung an den ÖPNV machen das neue Wohnquartier attraktiv.

Noch in diesem Jahr soll laut Investor die „Revitalisierung zu einem schönen Quartier mit loftartigen Wohnungen in den Hallen, kleinen lebenswerten Stadtvillen und Projekten für Sozialen Wohnraum“ starten. Erkundungsbohrungen und Verfüllungsarbeiten haben auf der rund 40.000 Quadratmeter großen Fläche bereits stattgefunden. Die Fertigstellung ist frühestens Ende 2022 zu erwarten.

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Weil es für eine gewerbliche Folgenutzung des Schreck-Mieves-Geländes keine Nachfrage gab, werden nun also Pläne für eine Verwendung als Wohnquartier erstellt. „Das Gelände bietet sich aufgrund der Lage im Siedlungsbereich und der günstigen ÖPNV-Anbindung für eine Nutzungsänderung zugunsten des Wohnungsbaus an“, teilt die städtische Pressestelle dazu mit. Damit werde auch dem dringenden Bedarf an Wohnraum in Dortmund Rechnung getragen.

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Allerdings weist der Flächennutzungsplan der Stadt das Gelände nahezu vollständig als Schienenverkehrsfläche aus. Da er damit nicht der angestrebten Nutzung entspricht, muss der Plan geändert werden. Das soll nach einem beschleunigten Verfahren als „Berichtigung“ und damit ohne eigenständiges förmliches Änderungsverfahren erfolgen.

Für die Fläche von rund 3,3 Hektar soll dann ein Angebots-Bebauungsplan erstellt werden.

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