30 Meter Tempo 30: Die kürzeste 30er-Zone in Dortmund

dzSchildbürgerstreich

Kommt nun Tempo 30 vor dem neuen Kindergarten an der Sölder Straße oder nicht? Fragen über Fragen, doch jetzt sorgt ein Schild in dem Bereich für Kopfschütteln.

Sölde

, 16.01.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist gerade einmal einen Monat her, da wurde die neue Bahnunterführung an der Sölder Straße für den Verkehr freigegeben. Die Deutsche Bahn hatte ihre Arbeit getan, das Bauwerk erneuert und jetzt fließt der Verkehr zweispurig in Richtung Sölde.

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Der Verkehr führt ungebremst an der neu gebauten und schon eröffneten Kita vorbei, die gerade einmal knapp 200 Meter nördlich der Baustelle liegt. Hier soll, so der Wunsch der Bürger und der Aplerbecker Politik, schnellstmöglich Tempo 30 gelten.

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Die Stadt Dortmund tut sich damit schwer. Vermutlich, weil die Baustelle weitergeht und eine Vollsperrung der Straße noch folgen wird. Denn die Unterführung muss noch auf die geplante Höhe von 4,20 Meter erweitert werden.

30 Meter Tempo 30: Die kürzeste 30er-Zone in Dortmund

Ein weiteres Tempo-30-Schild auf der Sölder Straße – mit Hinweisen. © Jörg Bauerfeld

Was die Geschwindigkeitsbegrenzung vor der Kita angeht, gab es von der Pressestelle der Stadt Dortmund folgende Auskunft: „Hier erfolgen noch Abstimmungen innerhalb der Straßenverkehrsbehörde zwischen den Abteilungen Baustellenkoordination und Verkehrsregelung“, so Pressesprecher Christian Schön am 10. Januar. Die muss es in irgendeiner Form auch gegeben haben.

Kopfschütteln und Schmunzeln

Aber das Ergebnis sorgt in Sölde für Schmunzeln, Unverständnis und Kopfschütteln. Es ist nämlich ein Tempo-30-Schild aufgestellt worden. Von Sölderholz kommend auf der Vellinghauser Straße, die dann in die Sölder Straße mündet. Vor der Einmündung zur Schwerter Straße. Vermutlich, um die Durchfahrt durch die Baustelle (neue Unterführung) zu verlangsamen.

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Warum das Schild dort steht, erschließt sich den Verkehrsteilnehmern aber nicht. Denn nur 30 Meter weiter folgt das Ortseingangsschild nach Sölde. Also wird vor dem 30er-Verkehrsschild, das im Übrigen keine weiteren Zusätze enthält, heruntergebremst, um nach 30 Metern wieder auf 50 km/h zu beschleunigen (da ein Ortseingangsschild die Geschwindigkeitsregelung in diesem Fall wieder aufhebt).

Das sagt die Straßenverkehrsordnung

Denn die Straßenverkehrsordnung sagt Folgendes zum Ortseingangsschild: „Von hier an gelten die für den Verkehr innerhalb (außerhalb) geschlossener Ortschaften bestehenden Vorschriften.“

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Ein Schildbürgerstreich aller erster Güte in Sölde. „Da ist wohl etwas falsch gelaufen“, meint Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel lapidar. Der verärgerte Unterton in seiner Stimme lässt Bände sprechen.

Eine gute Nachricht gibt es für die Sölder zum Schluss aber doch noch. „Die Straßenverkehrsbehörde des Tiefbauamtes hat die Tempo 30-Strecke für den Nahbereich der neuen KiTa bereits angeordnet. Die Beschilderung wird kurzfristig erfolgen“, so Stadtpressesprecher Christian Schön.

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