25 Jahre Hoffest in Sölde: Strohburg, Bienenbart und Fleisch von einer Bio-Kuh

dzHoffest in Sölde

Wie schmeckt das Fleisch einer Bio-Kuh? Das Hoffest am Sonntag (15.9.) in Sölde gibt einen Einblick in das damalige Leben auf einem Bauernhof. Wir haben Tipps für den Besuch.

Sölde

, 12.09.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

25 Jahre Hoffest. Am Sonntag (15.9.) um 11 Uhr ist es soweit. Dann steigt die große Jubiläums-Veranstaltung für die ganze Familie an der Straße Am Kapellenufer 52. Für 2 Euro Eintritt (Kinder zahlen nichts) gibt es ein abwechslungsreiches Angebot. Mit Ständen, Bienen und Live-Musik.

Wenn Imker Ralf Schmidt an die Anfänge der mittlerweile traditionsreichen Veranstaltung zurückdenkt, muss er schmunzeln. „Eigentlich war alles einmal nur als Eröffnungsfest für die Imkerei gedacht. Das hat den Leuten dann aber so gefallen, dass sich daraus das Hoffest entwickelte“, sagt Ralf Schmidt.

Aus dem Hoffest entwickelte sich der Hansemarkt

Und dieses Hoffest war dann sogar der Beginn von etwas viel Größerem - dem Hansemarkt in der Innenstadt. „Auch der ist aus diesem Fest hervorgegangen“, sagt Schmidt.

Schmidts Lieblingsveranstaltung bleibt jedoch das Hoffest in Sölde. Hier, im Dortmunder Süden, geht es noch ländlich zu. Hier kann der Besucher zwischen dem alten Fachwerkhaus, dem Pählkenhof und der historischen Stallanlage, die heute die Imkerei beheimatet, das echte Landleben genießen. Und hier fünf Tipps, warum sich ein Besuch am Sonntag (15.9.) ab 11 Uhr lohnt.

Die Imkerei

Zum Hoffest bei Ralf Schmidt gehört natürlich auch die Imkerei. Hier gibt es ein großes Angebot an Honig und Honigprodukten und es gibt auch einige Attraktionen.

Das Kerzenziehen zum Beispiel, bei dem die kleinen Besucher sich einmal als Kerzenmacher ausprobieren können. Oder auch das Bienenkorbflechten. Ein uraltes Handwerk, das auf dem Sölder Hoffest wieder auflebt. Und nicht zu vergessen die berühmte Honigpumpe angelehnt an den Künstler Joseph Beuys.

Der Bienenbart

Wer es noch nicht gesehen hat, mag es kaum glauben. Am Sonntag um 14.30 Uhr hat der Imker Schmidt seinen großen Auftritt. Dann bekommt er einen Bart aus zigtausend echten, summenden Bienen. Die werden von ihrer Königin angelockt, die sich Schmidt mit einem kleinen Behälter unter das Kinn hängt.

Die Bienen folgen ihrem natürlichen Instinkt und schwärmen in Richtung Königin. Bisherige Schadensmeldung bei der Aktion in den vergangenen Jahren: 0 bis sieben Stiche.

Alte Haustierrassen

Es kreucht und fleucht so einiges auf dem Gelände des Sölder Hoffestes. Von Hühnern über Gänse bis hin zu Ziegen, Kühen oder Wollschweinen.

25 Jahre Hoffest in Sölde: Strohburg, Bienenbart und Fleisch von einer Bio-Kuh

Die Ziegen warten schon auf die Besucher am Sonntag. © Bauerfeld

Imker Schmidt legt großen Wert darauf, dass es sich bei den Tieren auf seinem Hof um alte Nutztierrasse handelt, die schon seit Ewigkeiten mit den Menschen zusammenleben - und dann auch schon einmal im Kochtopf landen. Wie die Bio-Kuh, deren Fleisch auf dem Hoffest verkauft wird.

Das alte bäuerliche Handwerk

An den zahlreichen Ständen, an denen altes Handwerk präsentiert wird, haben immer wieder große und kleine Besucher ihren Spaß. Und was ganz wichtig ist, man kann auch selber Hand anlegen. Ob es kräftige Schläge mit dem Hammer bei einem Schmied sind oder die filigrane Arbeit bei einem Korbflechter. Hier zählt einfach das Ausprobieren.

Die Strohburg

Für Kinder gibt es auf dem Hoffest wieder so einige Attraktionen. Das Kinderschminken zum Beispiel oder auch das Ponyreiten. Das größte ist aber die Strohburg, die auf der Westseite des alten Stalles (Backsteingebäude) aufgebaut ist.

Mehr als 20 große Strohballen sind so aufeinandergeschichtet, dass ein gefahrloses Beklettern und Herumtoben möglich ist. Eine Strohburg gab es im Übrigen auch schon beim ersten Hoffest. Die war damals jedoch um ein Vielfaches kleiner.

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