24-Jähriger gesteht Vergewaltigung in Dortmund und hofft auf schnelle Abschiebung

dzEr will zurück in die Heimat

Erst vergewaltigt er eine Studentin (21), dann legt er ein umfassendes Geständnis ab: Der 24-jährige Täter hofft nun, nicht lange in einem deutschen Gefängnis bleiben zu müssen.

Dortmund

, 08.01.2020, 18:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein 24-jähriger Mann aus Essen hat vor dem Dortmunder Landgericht die Vergewaltigung einer Chat-Bekanntschaft gestanden. Jetzt hofft er, schnell in seine Heimat China abgeschoben zu werden.

Die Tat ereignete sich im August 2019 in der Dortmunder Wohnung der 21 Jahre alten Studentin. Auch sie stammt aus China. Unter dem Vorwand, mal schnell auf die Toilette zu müssen, verschaffte sich der Angeklagte Zutritt zu der Wohnung. Dort nahm er schließlich ein Messer, bedrohte die Frau und vergewaltigte sie.

Über seinen Verteidiger Ulrich Bambor räumte der Angeklagte den sexuellen Übergriff am Mittwoch ein. „Es war alles so, wie es der Staatsanwalt in der Anklageschrift aufgeschrieben hat“, sagte der Rechtsanwalt. Das Messer habe sein Mandant nicht selbst mitgebracht, sondern aus der Küche der Frau geholt.

Dem Opfer geht es noch immer schlecht

Nach dem Geständnis kann der Chinese damit rechnen, zu einer Haftstrafe von nur etwas mehr als fünf Jahren verurteilt zu werden. Und diese Zeit müsste er sicherlich nicht komplett im Gefängnis absitzen. „Es geht ihm darum, so schnell wie möglich in seine Heimat abgeschoben zu werden“, sagt Verteidiger Bambor am Mittwoch. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft könnte das bereits nach zwei Jahren der Fall sein.

Das Vergewaltigungs-Opfer sagte den Richtern: „Es geht mir immer noch sehr schlecht.“

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