Der Gasometer auf Phoenix-West trägt noch den (denkmalgeschützten) Schriftzug Hoesch. Das Unternehmen wurde vor 150 Jahren gegründet. © Dieter Menne (Archiv)
Viele Jubiläen

2021 wird für Dortmunder Institutionen das Jahr der runden Geburtstage

Kaum ein Unternehmen prägte Dortmund so stark wie Hoesch. 2021 feiert das Stahlunternehmen einen runden Geburtstag. Es ist eines von vielen Jubiläen im neuen Jahr.

Dortmund war noch auf dem Weg zur Großstadt als Leopold Hoesch aus Düren nach Westfalen kam – auf der Suche nach dem idealen Platz für ein neues Eisen- und Stahlwerk. Die nahe Kohle und die gute Eisenanbindung ließen ihn im Norden von Dortmund fündig werden. Auf den 1. September 1871 datiert die offizielle Gründung des Eisen- und Stahlwerks Hoesch, das damit im Jahr 2021 auf 150 Jahre zurückblicken kann.

Hoesch gibt es in der alten Form nicht mehr. Das Kernunternehmen ist aufgegangen in der Thyssen Krupp Stahl AG, die auf der Westfalenhütte mit Anlagen zur Stahlveredelung noch einen kleinen Rest der Stahlwerksgeschichte pflegt. Und das Hoeschmuseum erinnert an die große Geschichte von Hoesch, das wie kaum ein anderes Unternehmen die Entwicklung Dortmunds geprägt hat.

Das Hoeschmuseum erinnert an die Unternehmensgeschichte.
Das Hoeschmuseum erinnert an die Unternehmensgeschichte. © Dieter Menne (Archiv) © Dieter Menne (Archiv)

Das Firmenjubiläum ist nur einer von vielen runden Jahrestagen, die 2021 gefeiert werden können. Ebenfalls auf 150 Jahre blicken zwei Institutionen zurück, die sich um den Erhalt der Stadtgeschichte kümmern. Das Stadtarchiv feiert offiziell am 2. Juli, der Historische Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark am 22. September runden Geburtstag.

Dachverband der Kleingärtner

Sogar auf 180 Jahre Unternehmensgeschichte kann im Januar die Sparkasse Dortmund zurückblicken. 100 Jahre alt wird der Stadtverband der Kleingärtner, der Dortmund mit seinen Anlagen ebenfalls geprägt hat – auch wenn der älteste Schrebergartenverein von 1906 schon auf 114 Jahre zurückblicken kann.

Eine andere grüne Oase wird 100 Jahre alt: Der Dortmunder Hauptfriedhof wurde 1921 eröffnet. Mit fast 120 Hektar Fläche ist er fünfmal so groß wie der Phoenix-See und gilt als drittgrößter Friedhof Deutschlands. Der 16. Juli ist als offizieller Geburtstag notiert.

1921 wurde der Dortmund Hauptfriedhof eröffnet.
1921 wurde der Dortmund Hauptfriedhof eröffnet. © Dieter Menne (Archiv) © Dieter Menne (Archiv)

120 Jahre alt wird am 1. Oktober 2021 die Dortmunder Feuerwehr. Auf 80 Jahre blicken das Westfälische Wirtschaftsarchiv und der Hoeschpark zurück.

Traditionsreiche Städtepartnerschaften

Daneben gibt es noch eine ganze Reihe weiterer jüngerer „Geburtstagskinder“. 50 Jahre alt werden 2021 unter anderem der Dortmunder Pflegekinderdienst, die Geschwister-Scholl-Schule (anfangs Gymnasium, jetzt Gesamtschule) und das Berufsförderungswerk in Hacheney.

Seit 60 Jahren gibt es die Städtepartnerschaft Dortmund-Amiens, seit 40 Jahren die Partnerschaft mit der israelischen Stadt Netanya, das Brauereimuseum und das Hochhaus der früheren Oberpostdirektion an der Florianstraße.

Ob und wie die Jubiläen und runden Geburtstage gefeiert werden können, hängt wohl nicht zuletzt von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab. Das gilt auch für die Frage, ob 2021 wieder der größte Weihnachtsbaum der Welt auf dem Hansaplatz aufgebaut wird. Den gäbe es dann seit genau 20 Jahren.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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