20.000 feierten im Westfalenpark

Juicy Beats

DORTMUND 60 DJs, 40 Bands, 14 Floors, 4 Stages, aber nur ein Festival. Das ist Juicy Beats. Die 14. Auflage im Westfalenpark brach mit 20.000 Besuchern alle Rekorde.

von Von Kai-Uwe Brinkmann

, 02.08.2009, 17:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf 20.000 Besucher beziffern die Macher den Andrang zum 14. Elektronik-Festival am Samstag. Alles eitel Sonnenschein, wetter- umsatz- , launemäßig. Als Deichkind um 21 Uhr die Hauptbühne entern, jauchzt die Meute vor Freude. Vorher hat man eine Kolonne beschwipster Jecken gesehen, in schwarzen Müllsäcken, Buchstaben auf der Brust: Alle zusammen ergeben ein YIPPIE YEAH!Rülpsende Bässe Trampolin, Konfetti, Kissenfedern, Gummiboot, Dada-Maskeraden, Bierdusche aus hunderten Dosen: Deichkind inszenieren sich als Erben von Grobschnitt. Stampfbeat, rülpsende Bässe und Kommandos, die jede Studentenfete aufmischen. Der Text ihres Disko-Knallers „Krawall und Remmidemmi“ ist schon Gemeingut, und mit „Arbeit nervt“, Vorzeigeparole der ‚Generation Party‘ hat die Combo einen zweiten Abräumer in der Tasche. Noch 200 Meter vor der Bühne sind die Leute völlig aus dem Häuschen. Arbeit nervt. Eines wird sich wohl nie ändern bei Juicy Beats: Dass der Chronist hektisch über das Gelände hechelt. Guckst du hier, schnupperst du da. Bloß nichts verpassen! 17 Uhr, FZW-Bühne. Die World/Inferno Friendship Society gefällt mit bläserverstärktem Polka-Pogo. Es muss nicht immer Elektronik sein, siehe auch Moriarty auf der Konzerthaus-Bühne: Handgemachter relaxter Americana-Westernsound mit sterbensschönem Gesang. Davor noch Ce’Cile auf der Hauptbühne gesehen: Reggae, Raggamuffin-Style mit aparter Frontfrau. Jetzt aber hurtig zu den Goldenen Zitronen: In Würde ergraut spielen Geier, Kamerun und Co. intelligenten Kaputtnick-Pop. Weiter zu Alter Ego, Laptop-Hexern, die alle Gimmicks der Zunft zelebrieren: Lärmfanfare, Quietsche-Ente, Keyboard-Mantra, Stakkato-Bass. An der Worldbeat-Stage bei La Maafia tanken wir dann karibische Gefühle.Mit der DunkelheitMit der Dunkelheit schlägt die Stunde der Deejays. Eine nimmermüde Karawane klappert deren illuminierte Soundoasen ab. Bombenstimmung bis zum Zapfenstreich. Glückliche Veranstalter schwärmen vom endgültigen Aufstieg in die Oberliga der Open air-Festivals. Sie könnten Recht haben. 

Auf 20.000 Besucher beziffern die Macher den Andrang zum 14. Elektronik-Festival am Samstag. Alles eitel Sonnenschein, wetter- umsatz- , launemäßig. Als Deichkind um 21 Uhr die Hauptbühne entern, jauchzt die Meute vor Freude. Vorher hat man eine Kolonne beschwipster Jecken gesehen, in schwarzen Müllsäcken, Buchstaben auf der Brust: Alle zusammen ergeben ein YIPPIE YEAH!Rülpsende Bässe Trampolin, Konfetti, Kissenfedern, Gummiboot, Dada-Maskeraden, Bierdusche aus hunderten Dosen: Deichkind inszenieren sich als Erben von Grobschnitt. Stampfbeat, rülpsende Bässe und Kommandos, die jede Studentenfete aufmischen. Der Text ihres Disko-Knallers „Krawall und Remmidemmi“ ist schon Gemeingut, und mit „Arbeit nervt“, Vorzeigeparole der ‚Generation Party‘ hat die Combo einen zweiten Abräumer in der Tasche. Noch 200 Meter vor der Bühne sind die Leute völlig aus dem Häuschen. Arbeit nervt. Eines wird sich wohl nie ändern bei Juicy Beats: Dass der Chronist hektisch über das Gelände hechelt. Guckst du hier, schnupperst du da. Bloß nichts verpassen! 17 Uhr, FZW-Bühne. Die World/Inferno Friendship Society gefällt mit bläserverstärktem Polka-Pogo. Es muss nicht immer Elektronik sein, siehe auch Moriarty auf der Konzerthaus-Bühne: Handgemachter relaxter Americana-Westernsound mit sterbensschönem Gesang. Davor noch Ce’Cile auf der Hauptbühne gesehen: Reggae, Raggamuffin-Style mit aparter Frontfrau. Jetzt aber hurtig zu den Goldenen Zitronen: In Würde ergraut spielen Geier, Kamerun und Co. intelligenten Kaputtnick-Pop. Weiter zu Alter Ego, Laptop-Hexern, die alle Gimmicks der Zunft zelebrieren: Lärmfanfare, Quietsche-Ente, Keyboard-Mantra, Stakkato-Bass. An der Worldbeat-Stage bei La Maafia tanken wir dann karibische Gefühle.Mit der DunkelheitMit der Dunkelheit schlägt die Stunde der Deejays. Eine nimmermüde Karawane klappert deren illuminierte Soundoasen ab. Bombenstimmung bis zum Zapfenstreich. Glückliche Veranstalter schwärmen vom endgültigen Aufstieg in die Oberliga der Open air-Festivals. Sie könnten Recht haben. 

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