200 Anzeigen nach „Umweltsau“-Lied – Staatsanwaltschaft wird nicht ermitteln

Kölner Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft Köln wird wegen des umstrittenen „Umweltsau“-Lieds keine Ermittlungen aufnehmen. Nach dem umstrittenen Auftritt hatte es eine dreistellige Zahl an Anzeigen gegeben.

Dortmund

, 05.02.2020, 17:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
200 Anzeigen nach „Umweltsau“-Lied – Staatsanwaltschaft wird nicht ermitteln

Die Staatsanwaltschaft Köln wird wegen des „Umweltsau“-Liedes keine Ermittlungen aufnehmen. © picture alliance/dpa

Das „Umweltsau“-Lied des WDR-Kinderchors wird keine juristischen Folgen haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft Köln am Mittwoch (5.2.) mit. Die Staatsanwaltschaft konnte keine Anhaltspunkte dafür finden, dass durch die Veröffentlichung des Videos eine Straftat begangen wurde.

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In einer Meldung der Deutschen Presseagentur wird aus der entsprechenden Mitteilung der Staatsanwaltschaft zitiert. Quintessenz: Ein unvoreingenommener Betrachter könne das Video auch so verstehen, „dass nicht etwa eine pauschale Beleidigung aller Seniorinnen“ beabsichtigt wurde, „sondern vielmehr die kritische Auseinandersetzung mit klimaschädlichen Verhaltensweisen als solchen und auch deren manchenteils wenig differenzierter Verurteilung durch Teile der jungen Bevölkerung intendiert war“.

Sprich: Vielleicht hat sich das Video auch über die jungen Leute lustig gemacht, für die jede ältere Person per Definition ein Klimasünder ist.

Über 200 Anzeigen wegen Lied

Das Lied, das auf die Melodie von „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ gedichtet wurde, warf der Oma im Lied mangelndes Umweltbewusstsein vor - und löste eine breite Debatte aus.

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Insgesamt waren mehr als 200 Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft eingegangen. Ungefähr ein Drittel davon richtete sich gegen den Tweet eines freien WDR-Mitarbeiters, der die Kritik an dem Lied von seinem privaten Account aus kommentiert hatte.

Mit Material von dpa

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